Von Party-Klaus zum Klebe-Wowy

Dem amtierenden Regierenden Bürgermeister in Berlin, Klaus Wowereit, ist wohl nichts wichtiger, als Klaus Wowereit. Anders ist nicht zu erklären, warum der Mann immer noch an seinem Posten festhält, nachdem mittlerweile die x-te Verschiebung der Eröffnung des neuen Flughafens in Berlin-Schönefeld eingestanden werden musste.

Aus dem fröhlichen Party-Klaus, der vermeintlich weltmännisch durch Berlins Glitzerwelt rauscht und so die tröge Politik aufhübscht, ist inzwischen ein an seinem Posten klebender Biedermann geworden.

Man kann es natürlich auch mit Desaster-Mitgenossen Matthias Platzek sehen, der sich „nicht aus der Verantwortung stehlen“ will und nun seinerseits den Aufsichtsrats-Vorsitz übernimmt.

Welche Verantwortung eigentlich? Zahlen die Herren Ihre Bezüge der letzten Jahre zurück? Verpfänden sie Ihre Rentenansprüche für die Milliardenschäden, die sie vermutlich angerichtet haben? Oder haben sie sonst irgendeine Einschränkung hinzunehmen, außer gelegentlich unangenehme Beratungen und Pressekonferenzen? Darin dürfte ja mittlerweile eine gewisse Routine eingeübt sein.

Verantwortlich hätten beide Herren gehandelt, wären sie spätestens bei der letzten Verschiebung der Flughafen-Eröffnung von ihren Aufsichtsratsposten zurückgetreten und hätten als Vertreter der Gesellschafter kompetente Kräfte für den Aufsichtsrat verpflichtet. Davon abgesehen, dass man darüber streiten kann, ob sie überhaupt jemals leitende Posten im Aufsichtsrat hätten übernehmen sollen oder dürfen.

Als Gesellschafter des Flughafens bzw. deren Vertreter hätten die Länder und ihre Vertreter immer noch eine ausreichende Einfluss- und Kontrollgelegenheit gehabt.

Inzwischen reicht der Rücktritt von einem Aufsichtsratsposten nicht mehr, um tatsächlich Verantwortung zu übernehmen.

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