ARD und ZDF im Internet – unlauterer Wettbewerb?

ARD und ZDF im Internet sind mir seit langem schon ein Dorn im Auge! Deshalb finde ich es gut, dass verschiedene Tageszeitungen die ARD wegen deren Tagesschau-App verklagt haben und nun hoffentlich geklärt wird, was erlaubt ist und was nicht. Was habe ich gegen die Präsentation der Fernsehsender im Internet? Nun, dafür gibt es verschiedene Gründe:

Zu allererst stört mich die permanente und unverholene Werbung in eigener Sache und für andere private Unternehmen. So gibt es kaum eine Sendung, die nicht auf ihre Facebook-Präsentation oder ihren Twitter-Account verweist. Twitter und Facebook aber sind private Unternehmen und haben mit Fernsehen und dem öffentlich-rechtlichen Auftrag von ARD und ZDF aber nun auch rein gar nichts zu tun!

Im Gegenteil sogar kann man bei den aktuellen Diskussionen um Facebook sogar davon ausgehen, dass ARD und ZDF diesen Unternehmen nicht nur Nutzer zuführen – was ich schon nicht erlaubt finde – sondern diesen Unternehmen auch noch wichtige Infos liefern, die die dann weiterverkaufen (Nutzerverhalten = Werbung) und deren legale Erlangung sogar in Frage steht.

Über den tatsächlichen Nutzen für die Zuschauer, nicht nur eine Fernseh-Sendung zu schauen, sondern auch noch über solche Portale mit der Sendung „verbunden“ zu sein, will ich mich hier mal nicht auslassen. Der tendiert nach meiner Meinung nämlich gegen Null! Schein-Demokratie!

Aber auch die Werbung und der Verweis auf weitere Informationen zum jeweiligen Thema auf den Internetseiten der Sender und Sendungen stört mich. Denn, zum Anderen geht es darum, was wirklich Auftrag für ARD und ZDF ist. Ist nicht das Fernsehen und die Gestaltung eines Fernsehprogramm deren Auftrag? Haben ARD und ZDF auch den Auftrag, Internetangebote zu präsentieren? Ich denke nicht!

Alle Internet-Aktivisten müssen sich mühen, mit eigenem Geld dazu, attraktive Angebote im Internet zu präsentieren, um Leser im Internet zu finden. ARD und ZDF machen das mit dem Geld, das für andere Dinge zwangsweise eingetrieben wird und nutzen das für Werbung beste Medium, nämlich das Fernsehen. Dass sie das können, ist aber nicht ihr Verdienst, sondern dazu sind sie qua Amt gekommen und nicht auf Grund eigener Leistungen!

Es ist nichts dagegen einzuwenden, dass es Internet-Seiten der Sender gibt. Das wäre ja auch blauäugig. Aber zusätzlichen Inhalt oder mit dem eigentlichen Auftrag gewonnene Inhalte anders zu präsentieren, als im typischen Fernseh-Format, ist meiner Ansicht nach nicht erlaubt und zudem eine unzulässige Nutzung einer Art „Monopolstellung“.

Warum stören mich nicht die Angebote von z.B. RTL oder Sat 1? Nun, über die kann ich mich nicht beklagen, denn hier agieren private Unternehmen und nutzen ihre Möglichkeiten. Das kann ich vielleicht bedauern, ich hätte nämlich auch gern solche Möglichkeiten, auf von mir erstellte Internet-Inhalte hinzuweisen. Nur beschweren kann ich mich darüber nicht.

Bei ARD und ZDF und allem, was damit verbunden ist, liegt die Sache anders! Hoffentlich sehen das die Richter genauso!

Sachsen-Anhalt wie es leibt und wählt

Das Attraktivste bei der Wahl in Sachsen-Anhalt waren die Wahlberichterstatterinnen und Moderatorinnen. Alles bleibt, wie es war – nach Lage der Dinge. Ob die FDP nun draußen und die Grünen drin sind, ist auch egal. Dass der Frust darüber hier groß ist und da die Freude, erklärt sich mehr durch den Verlust bzw. Gewinn von Zuwendungen und Posten, als durch jedwede denkbare politische Veränderungen, die sich damit verbinden würden. Der Unterschied bemisst sich absolut gezählt im Bereich von 1-2 Leuten von Hundert. Etwas unpassend formuliert ist das eine Art „Rest-Risiko“ an Wählergunst, die sehr flüchtig sein kann beim nächsten Mal.

Das Gleiche kann man übrigens von den Ergebnissen der NPD nicht behaupten, auch wenn alle unisono den Nichteinzug bejubelten. Bei den Wählern unter 30 haben die nämlich nur wenig weniger, als CDU, SPD und Linke, dagegen mehr als Grüne und FDP. Angesichts dieser Zahlen ist der Nichteinzug schon fast ein Phyrrus-Sieg der s.g. etablierten Parteien. Dass die Grünen jetzt verlangt haben, der Staat müssse nun ein Programm gegen Rechts auflegen, ist typisch. Sie sollten selbst Angebote schaffen, die attraktiv für diese Wählerschaft sind. Das wäre der richtige Weg!

Offenbar hat man sich auch daran gewöhnt, dass die größte Partei die der Nichtwähler ist. Das nimmt man inzwischen allgemein so hin, leider! Daran, dass den Grünen 16.000 Stimmen aus der Nichtwählerschaft zugeflossen sind, hat wohl weniger deren Politik, sondern eher das Drama in Japan Anteil. Die sind bei der nächsten Wahl auch wieder weg, wenn sich nichts ändert!

Nicht dramatisch, aber schon ein wenig schmierig, mutet das Geeiere der SPD an, erstmal die Ergebnisse abzuwarten, zu diskutieren und dann mit allen Parteien zu reden. Die Situation ist so eindeutig, wie die Wahlaussagen zuvor. Vielleicht sollten sie überlegen, nicht länger zu missachten, dass die Linken regelmäßig mehr Stimmen bekommen, als sie selbst – was auch die Frage nach dem Ministerpräsidenten beantwortet.

Mir ist völlig schleierhaft, warum die Linken das nicht deutlicher aussprechen und zum Thema machen. Auf die Dauer können gute Wahlergebnisse ohne tatsächliche Ergebnisse (also ohne Regierungsbeteiligung) auch gefährlich sein. Wozu soll man dann noch die Linken wählen, wenn die es nicht in die Regierung schaffen? Oder wollen die Linken doch nur Ausdruck des Protestes sein? Dann sind 20 +x deutlich überbewertet!?

Die CDU sitzt warm und weich und daran wird sich wohl in Sachsen-Anhalt auch sobald nichts ändern – wie ganz allgemein dort…

Nächste Woche wird’s dramatischer. Mir schwant Böses!

Katastrophen-Gesellschaft…

Die Katastrophengesellschaft - Buch von Ulrich Teusch

Die Katastrophen beherrschen die Gesellschaft und sie beschäftigt sich mit denen. Fast wird einem Angst, denkt man sich den theoretischen Fall, wir verfügten nicht über die Medien, die quasi jedes Unglück auf der Welt oder jeden Fehltritt bei uns selbst -inzwischen- live in unsere Wohnzimmer, auf den PC oder ins den kleinen Kasten, den man einmal Radio nannte, zaubern. Was täten wir nur? Worüber redeten wir? Wovon schrieben die Zeitungen? Was berichtete und sendete das Fernsehen? Worüber schimpften Politiker?

Einige definieren sich inzwischen ausschließlich über das Unglück irgendwo auf der Welt. So halten heute Ex-Umweltminister und allerlei andere Ex-Regierende ihr empörtes Gesichts in die Kameras und entdecken den Bürgerprotest, um z.B. aufgebracht die Abschaltung von Atomkraftwerken zu fordern (ein Sachverhalt, den ich sehr befürworte). Ja, was haben die denn in ihrer Amtszeit getan, um Himmels willen? Warum haben sie die Dinger nicht einfach abgeschaltet? Es wäre ein Segen gewesen und sie hätten mehr geschafft, als sich die Taschen vollzustopfen oder vorzubereiten, sie sich als Berater großer Wirtschaftskonzerne bald richtig voll zu tun.

Aber, Amtszeit ist nicht Wahlkampf und Wahlkampf nicht Amtszeit. Da gelten andere politische Gesetze. Es denke keiner, die grünen und blassroten Empör-linge würden das Heil über das Land bringen, wenn sie dann erst an der Macht wären. Wer das nicht glaubt, schaue auf die Unsäglichkeiten, die sie einführten und zementierten, als sie das letzte Mal das Ruder führten. Auch eine schwarz-gelbe Laufzeitverlängerung von Atomkraftwerken wäre ohne das entsprechende Steigbügelhalter-Gesetz von Rot-Grün nicht möglich gewesen. Aber dazu später einmal mehr…

Der deutsche Gebührenzahler könnte sich auch auf Rückzahlungen seiner öffentlich rechtlichen Zwangsabgabe freuen, wäre ein solches Verfahren vorgesehen. Es ist sicher viel billiger, den ganzen Tag und Abend Sondersendungen mit immer den gleichen verschwommenen Bildern zu zeigen, stets zu wiederholen und unendlich auszuwälzen, was in eine fernsehnachrichtenfreundliche 1:30-Meldung gepasst hätte. Aber ach, da kann kann man doch noch live im Fernsehen darüber diskutieren, was z.B. im Internet so geschrieben wird – besonders gern, wenn es sich dabei um ein das Austauschverfahren eines großen Internetunternehmens handelt. Damit die Sendung am nächsten Tag gesichert bleibt, ruft man dann gleich noch das Fernsehvolk auf, doch im Internet (besonders bei jenem Unternehmen mit dem großen F) an die Fernsehmacher zu schreiben. Pseudo-Mitmach-Fernseh-Demokratie. Ob Du da schreibst oder in China ein Sack Reis umfällt…

Zurück zu den Katastrophen: Die sind keine Ereignisse, für die man keine böse, geheime, wie auch immer geartete Macht verantwortlich machen kann. Auch die am besten organisierte Vereinigung wird wohl nicht daran Schuld sein, dass in Island Vulkane ausbrechen, die Oder entlang ihres Verlauf dramatisch über die Ufer tritt, sich in Japan Kontinentalplatten verschieben. Das alles gab es immer und hat unserer Erde nicht geschadet. Aber jetzt schadet es.

Und auch das öffentlich werden des Fehlverhaltens von Politikern oder das strafbar (oder auch nicht) gewordener Promis ist wohl in Masse kaum jedweden Geheimbünden zuzurechnen – auch wenn es manchmal der Verbündung von Menschen bedarf, Einzelfälle aufzudecken.

Die böse Macht sind wir selbst!

Damit beschäftigt sich ein Buch von Ulrich Teusch, das passender Weise „Die Katastrophengesellschaft“ heißt. Aus dem Klappentext: „Unsere sicherheitsfixierte Gesellschaft hat sich in eine Sackgasse manövriert. Die Desaster der industriellen Großtechnik reißen nicht ab. Schwere Naturkatastrophen treffen uns immer häufiger, und immer öfter hat der Mensch seine Finger im Spiel. Die ökologischen Belastungsgrenzen der Erde sind erreicht. Die Katastrophengesellschaft ist störanfällig, fragil, verwundbar. Und sie ist – im Wortsinn – einsturzgefährdet …

Zugleich haben wir es mit einer Gesellschaft der Extreme zu tun. Statt auf existenzielle Gefahren angemessen zu reagieren, laviert sie zwischen Hysterie und Beschwichtigung. Entweder tut sie zu viel oder zu wenig, oft auch gar nichts. Vor allem aber tut sie das Falsche. …

Ulrich Teusch beschreibt in diesem erhellenden und immer wieder verblüffenden Essay den Umgang, den wir uns mit „der Katastrophe“ angeeignet haben: Sie ist das Schreckliche, das wir nicht missen möchten. Und die Politik versucht, aus der Ambivalenz Kapital zu schlagen.“

Ende des Zitats, dem ich nichts hinzuzufügen habe.

Nachtrag Gorch Fock, Bundeswehr und zu Guttenberg

Durch die neuesten Meldungen, die Abberufung des Kommandanten der Gorch Fock und die von zu Guttenberg angekündigten Untersuchungen in der Bundeswehr, möchte ich noch etwas nachtragen zum Artikel Gorch Fock, zu Guttenberg, Wehrpflicht und Unbedarftheit.

Die Abberufung des Kommandanten der Gorch Fock ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit gewesen – aber auch ein gutes Zeichen, dass zu Guttenberg hier öffentlich setzt. Man muss nur auspassen, nun nicht gleich den Buhmann in dem Herren auszumachen – obwohl der natürlich in besonderer Art und Weise Verantwortung für die Geschehnisse auf dem Schiff verantwortlich ist. Und wenn jetzt bekannt wird, das es in den letzten Jahren 4 solcher (oder ähnlicher) tödlicher Unfälle gegeben hat, dürfen schon Zweifel aufkommen, ob auf der Gorch Fock alles im Lot war. Allein die Anzahl der tragischen Fälle lässt das Gegenteil vermuten! Das ist nicht normal und atypisch. Für jede Truppe, erst recht für ein Segelschiff!

Genauso zu begrüßen sind die nun angekündigten Untersuchungen in der Bundeswehr, ob dort mit den Soldaten immer so umgegangen wird, wie es sein sollte, ob es nicht Rituale gibt, die sich einschleifen in so einer Truppe, jedoch gegen alle guten Sitten verstoßen. Die wird es geben, davon bin ich überzeugt und das darf uns dann nicht überraschen!

Allerdings wird man es bei den Untersuchungen und der eventuellen Ahndung von Fehlverhalten nicht belassen können und dürfen. Das Kriterium wird letztlich sein, was getan wird, um künftig derartige Verfehlungen aufzudecken. Das ist nämlich einmal die Frage nach entsprechenden Wegen, solche bekannt zu machen (schwierig genug) und die Frage danach, wie man innerhalb der Bundeswehr ein Klima schafft, das einerseits vertraulich ist und einem militärischen Verband angemessen, andererseits besonders eifrige Ausreißer rechzeitig einfängt.

Gorch Fock, zu Guttenberg, Wehrpflicht und Unbedarftheit

Meuterei auf der Gorch Fock? Tote durch Waffenspielerei? Oh je, die Unbedarfheit und Verklärtheit bei einigen Verantwortlichen in Politik, Medien und wohl auch sonst in der Öffentlichkeit schreit zum Himmel. Gerade erst hat man die Wehrpflicht auf Eis gelegt, da passiert das, was völlig normal ist und für keinerlei Verwunderung sorgen muss.

Muss man sich wundern, dass Soldaten mit ihren Waffen herum spielen? Warum wird man denn Soldat, wenn man nicht z.B. durch die Wehrpflicht dazu gezwungen wird? Sicher sind nicht alle Soldaten Waffenfreaks, doch ist eine gewisse Waffenverliebtheit bei zumindest einem Teil der Betroffenen zu erwarten.

Und: Wenn man Soldaten in den Krieg nach Afghanistan schickt, die dort täglich angespannt und bedroht sind, mit Waffen attackiert werden und sich mit den eigenen wehren, muss man sich über Unfälle nicht erschrecken. Unfälle passieren sowieso, wie jeden Tag im Straßenverkehr.

Je selbstvertändlicher der Umgang mit Waffen ist, wie im Falle des Einsatzes in Afghanistan, je größer der Druck durch das täglich erlebte, um so größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass solche Unfälle passieren.

3 Gründe, die jeder Statistiker oder jener, der sich mit z.b. Unfällen beschäftigt, eindeutig als zusätzliche Gefahrenquellen benennt. Die meisten Unfälle passieren in scheinbar harmlosen Situationen – überall, weil die Aufmerksamkeit nicht hoch genug ist. Stress und sein Abbau sind weiter verschärfende Faktoren. Schließlich: Je mehr man sich mit dem Gegenstand „fanatisierend“ identifiziert, um so geringer die Hemmschwelle, Dinge zu tun, die man besser lasssen sollte.

Meuterei auf der Gorch Fock

Was hat man denn gedacht, was die Jungs da machen? Segler-Romatik? Ja, die gibt es sicher auch! Aber zuerst einmal ist das eine funktionierende Truppe – zudem eine militärische, schließlich sollen die Jungs mal Offiziere werden. Da wird nicht gefragt: „Magst Du in den Mast gehen, es kommt Wind auf und wir müssten die Segel reffen“.

Auf so einem Schiff muss sich Einer auf den Anderen verlassen können und jeder mitziehen. Ein Segelmanöver auf so einem Schiff ist ein hartes Stück Arbeit. Das ist ja kein Auto mit Servo-Lenkung, sondern da sind (je nach Größe) 50 -60 Mann eine Weile beschäftigt, bis der Kahn wieder richtig zum Wind liegt. Und wenn Du dann feststellst, da oben ist was nicht in Ordnung, muss Einer oder Mehrere hoch und das in Ordnung bringen! Wenn man wartet, bis sich der Sturm verzogen hat, ist das Segel wahrscheinlich kaputt, wenn nicht mehr mit dem Schiff passiert ist.

Natürlich wird da keiner hoch geschickt, der z.B. krank ist – aber Zeit für Diskussionen ist keine.

Über die vergiftete Atmosphäre auf einem Schiff und den psychologischen Druck, der dabei entsteht, könnte ich Euch noch einiges aus eigenem Erleben erzählen… Das ist kein Öko-Ponnyhof mit politisch korrekten Verhaltensweisen!

Dazu kommt die Gruppendynamik und der militärische Drill. Vergleiche hinken ja immer, warum nicht auch dieser: Man kennt doch die Filme z.B. über die US-Army. Am prominentesten zeigt vielleicht „Eine Frage der Ehre“ mit Jack Nickolson und Tom Cruise zu welchen Entwicklungen es kommen kann. Fiktion? Ein Tor der das glaubt. Das ist tendenziell Alltag! Auch dieser Kommandant und all seine befehlsgewaltigen Untertanen haben nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt. Das macht es nicht richtiger!

Wehrpflicht

Nun schaffen wir die Wehrplicht ab und solche Verhaltensweisen werden zunehmen! Eine Truppe, die rein der Selbstkontrolle unterliegt, wird Fehlerhaftes höchstens im Umgang mit Technik minimieren. Von den Schwierigkeiten, die durch den Wegfall des Zivildienstes entstehen, fange ich jetzt nicht erst an.

zu Guttenberg

Schon seit Jahrtausenden wird der Überbringer schlechter Nachrichten geköpft, nicht der Verursacher.

Was hat man denn gedacht, was da in der Truppe abgeht? Natürlich wird man erstmal versuchen, selbst heraus zu finden, was da oder dort passiert ist und nicht zuerst einen Depechen-Reiter in den Bundetag schicken. Auch sind solche Meldungen nicht gerade angnenehm, die folgenden Fragen schon gar nicht (wehe, Du hast nicht gleich eine Antwort!!!)

Und möchte der Typus Oppositionspolitiker gern über jeden Unfall informiert werden? Das müsste dann ja nicht nur für die Bundeswehr gelten oder ein Segelschiff irgendwo im atlantischen Ozean (solche Unfälle sind übrigens extrem selten!!!), sondern auch für solche bei der Bahn oder in Ministerien oder im Rathaus von Kleinsiehstenicht. Schließlich ist dort der Bürgermeister dafür verantwortlich, dass das Schild „frisch gebohnert“ nicht richtig und von allen Sieten einsehbar aufgestellt wurde.

Dem Geschädigten oder Verunfallten wird es letztlich egal sein, bei welcher Gelegenheit er (sie) körperliches Gebrechen erfahren hat. Und der Beamte in der Poststelle von Kleinsiehstenicht ist als Mensch genauso wertvoll, wie z.b. ein Soldat, oder?

Vom Ich zum Wir – von der Spaß- zurück zur Arbeitsgesellschaft – Horst Opaschowski

Wir! Warum Ichlinge keine Zukunft mehr haben - Horst W Opaschowski
Wir! Warum Ichlinge keine Zukunft mehr haben - Horst W Opaschowski
Wir! Warum Ichlinge keine Zukunft mehr haben - Horst W Opaschowski

Horst W. Opaschowski ist renommierter Freizeit- und Zukunftsforscher, auf den ich jüngst wieder durch sein neuestes Buch Wir! Warum Ichlinge keine Zukunft mehr haben aufmerksam wurde und dann konnte ich in dieser Woche eines der von mir so gern gehörten Radio-Interviews auf Bayern 2 in Eins zu Eins – Der Talk verfolgen. Ich erwähne das hier in der Reihe Besondere Menschen, weil ich denke, dass dieser Mann ein solcher ist und es sich lohnt, sich z.B. das eben erwähnte Buch zu kaufen und/oder das Interview zu hören (siehe Ende des Artikels).

Horst Opaschowski ist ein fleißiger Wissenschaftler, der nicht nur regelmäßig ein Buch pro Jahr veröffentlicht (von ihm geschätzt), sondern zudem ein Thema hat, das am Anfang seiner wissentschaftlichen Laufbahn gar nicht existierte – die Freizeitforschung – und inzwischen (aber in diesem Zusammenhang) mehr und mehr zur Zukunftsforschung wird bzw. geworden ist.

Es ist noch nicht lange her, da wurde allerorts die kommende Spaß- und Freizeitgesellschaft ausgerufen – mal bedauert, mal begrüßt, mal auch bitter kommentiert. Wer sich damit beschäftigte, sah sich selbst und alle anderen bald in einer 3-Tage-Woche, den Rest der Zeit bemüht, sie sinnvoll zu füllen. Schon davor forderten die Gewerkschaften die 35-Stunden-Woche – bei vollem Lohnausgleich, versteht sich. Das waren fast kommunistische Ideale zur Entfaltung der Persönlichkeit (schönen Gruß an Frau Lötzsch von den Linken), die da in unserer Phantasie waberten.

Nun, inzwischen ist aus Spaß wieder Ernst geworden (passt zwar auch zu den Linken, hat aber mit dem Mann gleichen Namens nichts zu tun). Das mit der 3-Tage-Woche war so falsch gar nicht, nur dass man heute davon ausgehen muss, dass eine zweite 3-Tage-Woche in einem anderen Job dazu kommt – womit wir vom Aufwand her fast wieder in der späten Industrialisierung gelandet wären, als man Samstags noch wie selbstverständlich arbeiten ging. Freilich ändern sich die Dinge dann doch, denn Freizeit und Beruf vermischen sich immer stärker.

Prof. Opaschowski meint, auch in anderer Hinsicht könnten wir bald wieder in Verhältnisse aus dieser Zeit zurück kehren (müssen). Nämlich z.B., dass man die Nachbarn wieder mit Vornamen kennt, dass Familie und lebenslange Freunde wieder einen größeren Stellenwert erlangen, als das zwischenzeitlich in der ach so schnelllebigen, mobilen, modernen Zeit wichtig zu sein schien. Da freue ich mich ein wenig, dass ich diese Entwicklung auch schon längere Zeit wünsche und der Meinung war bzw. bin, dass es anders gar nicht gehen wird. Schön, wenn das jetzt von so prominenter Stelle bestätigt wird.

Die Themen und Thesen des Herrn Opaschowski werden mich sicher noch häufiger hier beschäftigen. Für heute: Lest, was er geschrieben hat oder hört, was er zu sagen hat!

Wie immer an dieser Stelle: Wenn der Player bei Euch aus irgendeinem Grund nicht funktionieren sollte, findet ihr die Gespräche von Eins zu Eins auf Bayern 2 auch, wenn Ihr auf den Link klickt. Das Gespräch führte Achim Bogdan am 5. Januar 2011.

Übrigens hat Prof. Opaschowski auch eine eigene Homepage. Hier der Link, für alle, die es interessiert.

Dioxin: die willkommene Hysterie für alle – auf Kosten der Bauern

Die Dioxin-Hysterie gegenwärtig ist für die allermeisten Beteiligten ein prima Geschäft – außer für die Bauern. Die bisher überhaupt gefundenen konterminierten Proben sind weit davon entfernt, gesundheitsschädlich zu sein! Muttermilch etwa ist regelmäßig höher mit Dioxin belastet, als die jetzt gefundenen Proben in Lebensmitteln. Der durchschnittliche Wert liegt aktuell etwa 3-6 mal höher, als der zulässige Grenzwert bei Lebensmitteln. Vor 20 Jahren war das noch ein Vielfaches davon.

Du, ja Du, der (die) das gerade liest, ist mit Muttermilch genährt worden, deren Dioxin-Werte die aktuellen Grenzwerte für Lebensmittel um das 10-fache oder, wenn Du älter bist, um einen noch höheren Wert überstiegen. Schau bitte gleich mal nach, ob Du schon Schäden ausmachen kannst. Am besten sofort zum Arzt!

Von den anfangs (der jetztigen Hysterei) gesperrten Bauernhöfen bleibt an Ende nur ein Bruchteil überhaupt betroffener übrig. Gestern waren über 90% wieder freigegeben, die Anderen sind nur noch nicht ausreichend untersucht. Nur will die Produkte aller ursprünglich genannten Höfe nun keiner mehr haben. Weil keiner der Beteiligten haftbar zu machen sein wird, bleibt der Bauer der Dumme.

Alle Anderen, angefangen von der Politik, über Verbände, besonders die Presse über die Lebensmittelhändler bis hin letztlich zu den Futtermittelherstellern, profitieren von der Dioxin-Hyterie – und zwar kräftig.

Die Politik hat wieder ein Thema, zu dem sich jeder Vorder- oder auch Hinterbänkler äußern kann. So fordern SPD und Grüne z.B., doch endlich dies oder jenes durchzusetzen. Das besipielsweise die Trennung der Herstellung von technischen und Lebensmittelfetten schon in ihrer Amtszeit auf den to-do-Listen stand und sie nichts unternommen (oder durchgesetzt) haben, erwähnen sie in ihren empörten Betroffenheits-Stellungnahmen freilich nicht.

Die Lebensmittelhändler verkaufen fleißig und ohne eigenen Werbeaufwand die teureren Bioprodukte. Dass die gar nicht besser sein müssen, steht auf einem anderen Blatt. Außerdem kann man gleich mal Lieferanten aussortieren oder Preise neu verhandeln oder künftig höhere Preise verlangen, weil man „getestete“ Produkte verkauft.

Verbände und Funktionäre sind gefragt, wie immer in solchen Fällen und können so Ihre Daseinsberechtigung erklären, falls das mal jemand in Frage stellt.

Die Presse hat ein Thema, über das sich trefflich und ausführlich und immer wieder berichten lässt.

Die Reihe ließe sich fortsetzen. Wer bleibt am Ende auf der Strecke?

Einmal der Bauer, dessen Hof auf einer Liste stand, der seine Produkte deshalb nicht mehr verkaufen kann, auch, wenn seine Produkte gar nicht tatsächlich betroffen waren. Das führt heute zu einem Verlust, denn nicht verkaufte Produkte sind nur Kosten. Wahrscheinlich muss er die dann noch besonders entsorgen… Später wird der Bauer wird wieder neue Regeln befolgen und Kontrollen über sich ergehen lassen müssen.

Und, das sieht gar niemand, der Verbraucher, wir alle. Denn wir alle zahlen diese neuen Kontrollen, die höheren Preise, die Kosten in der Politik usw. usf. …

Ein Glück, dass Babys ihre Mütter nicht verklagen können! Das wäre eigentlich die Chance für einen Verband, der die Interessen aller mit Muttermilch Ernährten vertritt…

ARD vs. Google? Qualitäts-Journalismus gegen – was eigentlich?

Die ARD will gemeinsam mit Anderen Front gegen Google machen? In regelmäßigen Abständen geistern solche Maschinenstürmer-Phantasien durch die Welt – aktuell z.B. in Person der derzeitigen ARD-Vorsitzenden Piel. Allerdings spricht die Dame mit gepaltener Zunge, denn man bedient sich durchaus des Internets – allerdings nicht (nur) um Qualitätsjournalismus zu betreiben, sondern um mitzuschwimmen und dabei zu sein. Dass man, meiner Meinung nach, dabei unlauteren und unfairen Wettbewerb betreibt, wird freilich verschwiegen. In einem beiläufigen Satz wird deutlich, worum es geht. Piel: „Wir sollten das Online-Geschäft nicht nur den multinationalen Konzernen überlassen.“ (Quelle unten)

Im Online-Geschäft hat die ARD meines Erachtens gar nichts verloren. Mittlerweile macht es mich auch fast wütend, wenn in quasi jeder Sendung (nicht nur bei der ARD) auf die eigenen Internetseiten verwiesen wird oder auf den facebook-Account oder den Twitter-Kanal. Ich habe sogar schon Adwords-Anzeigen der öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten gesehen – heißt, für alle, die nicht so firm sind, man schaltet bezahlte Anzeigen, um in den Suchergebnissen vorn dabei zu sein.

Öffentlich-rechtliche Fernsehanstalten haben den Auftrag, Fernsehen zu produzieren – oder eben Rundfunk bei den Rundfunkanstalten. Nicht mehr.

Nun wäre es zweifellos genauso blind, zu meinen, z.B. die ARD dürfe nun nicht im Internet präsent sein. Soll sie! Nur eben mit der ihr eigenen Inhalten und nicht mit Inhalten, die sie nur qua staatlicher Position und öffentlicher Finanzierung erhält. Jeder private Online-Anbieter muss auch sehen, wo er seine Informationen her bekommt, wie er sie veröffentlicht und wie er sich finanziert. Da darf eine öffentlich-rechtliche Anstalt keinen wettbewerbsverzerrenden Vorteil davon haben, dass sie sich z.B. um den wesentlichen Teil, nämlich die Finanzierung keine Gedanken machen muss.

Es gibt ja inzwischen starke Restriktionen, die allerdings zum Teil auch erst erstritten werden mussten und mein Vertrauen in die unsere Demokratie ist stark genug, dass gewisse Auswüchse auch wieder zurückgestutzt werden.

Allerdings stimmt es mich nachdenklich, wenn die ARD-Vorsitzende meint, man müsse z.b. eine gemeinsame Vermarktungsplattform mit Printmedien schaffen. Wörtlich soll es um eine „Allianz der Qualitätsanbieter im Wettbewerb, unter anderem gegen Google, Apple und Vodafone“ gehen.

Ich denke, da schlägt sich ein völlig falsches Verständnis von Auftrag und Internet und Gesellschaft nieder.

Und bei der Antwort auf die Frage, ob Google eine Bedrohung für die ARD sei, fühle ich mich z.B. an die Anfänge des Privatfernsehens erinnert – oder eben an die Maschinenstürmer von Anfang des 18. Jahrhunderts, die u.a. Maschinen zerstörten, weil sie Arbeitsplätze ersetzten? Letzteres ist zwar verkürzt dargestellt – geholfen, Fortschritt aufzuhalten, hat es aber auch nicht! Wörtlich sagt Frau Piel: „Natürlich. Das gilt aber nicht nur für uns, sondern für alle Qualitätsmedien.“

Ich denke, die ARD sollte sich auf die Qualität ihrer Sendungen konzentrieren. Damit hat sie mehr als genug zu tun! Wenn ich lese, der Altersdurchschnitt der Zuschauer bei der ARD liege über 60, darf man schon Fragen stellen…

Außerdem schlage ich vor, die ARD macht gar keine Internetangebote, außer unmittelbare Programmhinweise und unternehmerische Selbstdarstellungen. Aus anderen Onlinemedien, wie Facebook & Co. sollte sie sich besser ganz heraus halten – man wird doch der „Gefahr“, der „Bedrohung“ nicht noch das Futter liefern? So verstanden, würde ich das richtig finden!

Weil ich aber auch kein Maschinenstürmer bin, sollten die produzierten Inhalte nicht gelöscht werden, sondern allen Deutschen frei zur Verfügung stehen, z.B. in einer Datenbank gesammelt – auch zur Nutzung und Verwertung z.B. im Internet.

Das ganze Interview von Frau Piel könnt Ihr nachlesen im Tagesspiegel unter :

http://www.tagesspiegel.de/medien/die-ard-steht-fuer-eine-allianz-gegen-google-bereit/3687510.html

PID – medizinischer Fortschritt oder verbotene Frucht?

PID – Prä-Implantations-Diagnostik. Darf man den medizinischen und technischen Fortschritt zulassen und PID erlauben oder ist das eine verbotene Frucht des menschlichen Geistes? Vor einigen Wochen hatte ich in La Casa Bonita anlässlich eines BGH-Urteils mir schon einmal Gedanken darüber gemacht. Und aktuell bin ich durch die Berichterstattung vom CDU-Parteitag wieder darauf gestoßen. Dort, in dem Artikel BGH erlaubt Gen-Tests an Embryonen zur künstlichen Befruchtung, hatte ich von der „Büchse der Padora“ geschrieben, die wir hier öffnen und nicht wissen, ob wir damit tatsächlich Leid heilen oder verhindern – oder nicht statt dessen Leid über uns herein fällt.

Welches Leben ist denn lebenswert? Wer sagt uns denn, dass ein Leben mit einer Behinderung nicht lebenswert sei? Angesichts eines lebenden Menschen mit Behinderung, der Dir oder mir gegenüber sitzt, würden wir dem ins Gesicht sagen: Du bist es nicht wert, zu leben? Natürlich niemals! Und gesellschaftlich wie jurisitisch würde ein Aufschrei durch das Land gehen, wenn dies jemand wagen würde.

Welche Veranlagung zu einer Krankheit wird denn künftig darüber entscheiden, ob dieses Leben lebenswert ist oder nicht? Wo ziehen wir die Grenze? Wir wissen ja noch nicht einmal, ob diese Krankheit jemals ausbrechen wird, noch haben wir eine Idee davon, wie weit der medizinische Fortschritt dann sein wird, wenn sie denn ausbrechen sollte. Vielleicht gibt es ja gute Behandlungs- oder gar Heilungschancen?

Es gibt diese Grenze nicht! Niemand kann sich anmaßen zu entscheiden, dieses Leben sei es wert, zu leben, ein anderes nicht.

Man muss sich auch nichts vormachen. Wenn heute die Büchse der Pandora geöffnet wird, werden wir morgen darüber diskutieren, welche Krankheiten noch diagnostiziert werden dürfen. Übermorgen reden wir von Veranlagungen geistiger Natur oder anderes. Und in wenigen Jahren über Augen- und Haarfarben. Da dürfen wir keine Illussionen haben.

Ein einziges Argument spräche dafür. Nämlich, dass man den technischen Fortschritt nicht aufhalten kann. Was möglich ist, wird auch geschehen! In anderen Ländern ist PID schon erlaubt.

Das ist dann aber, wie mit der Atomtechnik zur Stromgewinnung. Geht es danach, was andere machen, könnten wir uns die ganzen Diskussionen um einen Atomausstieg in Deutschland sparen, denn rund um uns herum, werden Atomkraftwerke gebaut. Trotzdem ist es gut und richtig, dass wir aus der Atomenergie aussteigen, ein bisschen früher oder später ist zweitrangig.

Und – nicht nur – deshalb, dürfen Entscheidung über das Leben eines Menschen nicht von den genetischen Untersuchungen in einem Labor abhängig gemacht werden!

Ein weiteres Argument, was dagegen spricht: Die Praxis in den Kliniken, die PID bereits praktizieren, zeigt, dass trotz PID ca. 4% der so „produzierten“ Kinder schwerst behindert zur Welt kommen, nur eben mit einer anderer anderen Krankheit, auf die nicht untersucht wurde. Überhaupt nur 10% der Frauen, die eine mit PID untersuchte Eizelle eingepflanzt bekommen, bekommen aber überhaupt und tatsächlich das Kind. Bei allen anderen geht „unterwegs“ etwas schief. Dabei soll PID genau diesen Frauen und Eltern helfen?

Es gibt nicht das perfekte Leben! Wir werden es auch nicht „basteln“ können.

Chile rettet nicht 12.000 Bergleuten das Leben – Medientechnokratie

Im Bergbau sterben in jedem Jahr 12.000 Menschen – habe ich im Zusammenhang mit der Rettung der 33 Bergleute in Chile gehört. Sagenhafte eine Milliarde Menschen sollen die Bergung in Chile Verschütteten verfolgt haben, die die ganze Zeit live in aller Welt im Fernsehen übertragen wurde – bei der auch der chilenische Präsident die 24 Stunden vor Ort war und auch der bolivianische, weil ein Bergmann aus Bolivien kam. Die NASA hat bei den Bergungsarbeiten geholfen, das chilenische Militär die Rettungskapsel gebaut. Psychologen, andere Mediziner und Forscher aus der ganzen Welt werden sich auf die Erkenntnisse stürzen, die man dort gewonnen hat. Es werden Bücher erscheinen und garantiert auch ein Film, vorzugweise aus Hollywood. Außerdem werden weitere unendliche Fernsehminuten gefüllt sein mit Interviews und sosntigen Nachbetrachtungen.

Ich freue mich, dass die Rettung der Bergleute gelang und wünsche jedem von ihnen alles Glück dieser Welt und alles Gute auf seinem Weg!

Aber, wer denkt an die anderen 11.967 Menschen, die in diesem Jahr ihr Leben im weltweiten Bergbau lassen? Was wird für die und deren Angehörige getan? 

Viel wichtiger: Was wird getan, um diese Zahl entscheidend zu mindern?

Jeder Dollar, der nötig war, um die 33 aus Chile zu retten, war gut und richtig investiert! Näme man all das Geld zusammen, das die Berichterstattung usw. über dieses Unglück gekostet hat, würde wohl auch die Zahl der Opfer im Bergbau insgesamt entscheidend verringert.

Es ist schon erstaunlich, was wir (Menschen) alles in Bewegung bringen, wenn vermeintlich Vogelgrippe, BSE, Hochwasser oder Vulkanausbrüche uns „bedrohen“. Ist der Medienhype mal abgeebbt, bleibt nicht mehr viel von diesen den Himmel verdunkelnden Wolken.

Medientechnokratie. Wie meist – auch bei uns!