Freitag, der 13.

Was gäbe es für einen besseren Zeitpunkt, nach einer kleinen Auszeit wieder „Hallo“ zu sagen, als Freitag, der 13.? Das mögen sensible Gemüter wahrscheinlich anders sehen. Aber, nachdem ich mich ein paar Tage hier fern gehalten habe und erstmal richtig ins Jahr finden wollte, scheint mir dieser Tag dafür bestens geeignet. Die „Krise“ als Chance – sozusagen.

So oft hatte ich den Gedanken, mich in den letzten Tagen schon mal zu melden. Aber, z.B. dem wulffschen Nachrichten-Stakkato hatte ich einfach nichts hinzuzufügen – oder entgegen zu setzen. (wird das nun zusammen oder getrennt geschrieben? – Wähle ich doch mal beide Varianten).

Selten, seit dem ich schreibe, war das geflügelte Wort davon, dass nichts älter sei, als die Zeitung von gestern, so sehr der Wirklichkeit getroffen. Alles, was ich dazu abgesondert hätte, wäre von der nächsten Nachrichtensendung als veraltet abgestempelt gewesen.

Eigentlich ist dazu auch alles gesagt. Ich mag also auch jetzt nichts mehr hinzufügen.

Aber, ein paar tolle Bücher habe ich gelesen, die ich Euch in den nächsten Tagen vorstellen werde. Und auf einiges mehr könnt Ihr Euch freuen – mit mir…

So viel Zeit bleibt nämlich im Moment nicht, dass ich mich hier lange festhalten könnte. Ich muss los…

Irgendwie is komisch… Tage zwischen November-Blues und Frühlingsblühen

Die letzten Tage und Wochen stecken so voller Neuanfang und Vergehendem – „irgendwie is komisch“.

Der November liegt schon recht weit hinter uns, Weihnachen steht quasi vor der Tür. Ich war auf dem besten Weg, meinen Alltag wieder in einen normalen Rhythmus zu quetschen. Plötzlich Frühlingsgefühle statt November-Blues? …

Der hat bei mir typischer Weise Tee und Kerzen, Glühwein und Bücher, herzzerreißende Geschichten und viel Nachdenken. Hätte er… denn er war ausgeblieben bis jetzt, zerrt und zottelt aber im Hintergrund, wie ich inzwischen merke.

Dabei schien sich alles wie von selbst zu fügen, eins kam zum anderen und plötzlich lugten erste Knospen statt winterlichem Weiß. Die Seele fast ein Spiegelbild der aktuellen Wetterlage.

Wie das oft ist, im Leben. Manchmal wartest Du und wartest und wartest… Gut dran, wer an einen Gott glaubt. Der kann dann meinen, jener hätte es genauso gewollt und im Moment eben andere Aufgaben für Dich parat. Aber ich? Man kann das Glück nicht zwingen!

Und dann plötzlich merkst Du, wie sich alles zusammenschiebt. Ein neues Bild entsteht. Was zuvor noch im Dunkel verborgen, verschwimmt erst im Nebel und wird klar, wenn der Tag anbricht. Wie selbstverständlich geht eine Sonne auf am Horizont und wärmt mit ihren ersten Strahlen. Das tut gut!

Du willst mehr und rennst ihr entgegen, rufst Ihr zu und heißt sie willkommen! … Doch mit jedem Schritt auf sie zu entfernt sie sich ein Stück, statt näher zu sein. Man kann das Glück nicht zwingen!

Also erkennen die Fata Morgana? Rein in die Arbeit, doch wieder raus mitten in der Nacht …

Im Zug nach Nürnberg

Ich sitze im Zug nach Nürnberg und arbeite. um mich herum ist es still. Hier und da zirpt ein schlecht gekapselter oder zu laut gestellter
Kopfhörer. Aber ansonsten ist außer dem dumpfen Schienengeräusch links unter mir nichts zu hören. Ich kann wunderbar Texte in meinen kleinen Freund hier tippen.

Das ändert sich schlagartig, als in den vollbesetzten Wagen eine spanisch sprechende Dame einsteigt, die entweder angerufen wird – oder, in den kurzem Atempausen zwischen den Anrufen, sie selbst andere Menschen anruft. Warum habe ich Idiot heute morgen nur meinen eigenen Kopfhörer nicht eingepackt? Eigentlich müsste der Akku der Dame auch bald die Hufe hochreißen. Stille…. sie schreibt jetzt SMS.

Nächster Halt. Schräg gegenüber nehmen Oma, Opa und 2 Enkelkinder platz. Oma muss alles kommentieren, was Opa oder eines der Kinder macht. Wo ist mein Kopfhörer… Hilfe… Zu hause!

Klein-Enkelin, die hießt, wie meine über 70 Jahre alte Tante, hat gelernt: Passt mir etwas nicht, jaule ich in einer Tonhöhe, so dass alle Kopfhörer der Beisitzenden nichts nützen. Nur ein Kleiner Trost für mich. Vor allem, weil Oma ständig erklärt, was alle machen. So darf ich auch an dem teilhaben, was ich sonst nicht sehen kann.

„Opa trinkt jetzt Saft.“ sagt Oma. Aha! Opa ist verdeckt. Ich kann ihn nicht sehen. Gut zu wissen, dass es ihm gut geht. „Groß-Enkel möchte lesen“ sagt Oma. Natürlich weiß ich längst die Vornamen sämlicher Familienmitglieder, auch die von Mama und Papa, die gar nicht da sind, nicht körperlich – aber dank Oma immerda.

Opa sacht nischt…

Oh, die Dame, die mit dem Spanish, hatte wohl eine kleine Sinnkrise. 20 Minuten müssen es gewesen sein, das sie nicht angerufen wurde und weil auch sonst niemand im Zug etwas von ihr wollte, blieb ihr Mund geschlossen. Endlich die Erlösung – für Dame und Mund. Beide dürfen wieder einer ihrer Bestimmungen nachgehen: Reden.

Warum ruft mich eigentlich niemand an?

Oma sacht och jerade nischt…

Wollen wir niemanden stören!

Eigentlich müsste ich ja mal aufs WC. Habe aber Angst, dass Oma dann Klein-Enkelin erklärt: Der Onkel geht bestimmt aufs WC.

Davon widerrum könnte sich die spanisch sprechende Dame animiert fühlen, diesen nicht unwichtigen Fakt ihrer Freundin mitzuteilen. Natürlich auf Spanisch. Da ist das nicht mit einem „Der muss mal“ getan…

Und was wird das wohlerzogene Kind dann fragen? Na? Richtig! Das Kind fragt dann: Warum?

Das würde Oma wahrscheinlich mindestens in Verlegenheit bringen, hoffe ich! Will ich Oma aber ncht antun…

Ich warte bis Nürnberg!

Klassentreffen – oder: Die Reise in eine vergangene Zeit

Ich war zum Klassentreffen – zu einem der Klasse, die mich die ersten 6 Jahre meines schulischen Daseins begleitet, aufgenommen und geprägt hat. Für mich war es das Eintauchen in tief verborgene Erinnerungen und Erlebnisse. „Zurück zu den Wurzeln“ – trifft es auch und doch wieder nicht ganz, liegen doch viele prägende Momente in meinem Leben später. Das liegt in der Natur der Sache.

Es war schön, diese Menschen wiederzutreffen, mit denen ich mehr als 6 Jahre meines Kindseins verbracht habe. Es war auch spannend, zu erfahren, was die Lieben heute so antreibt, was sie erlebt haben und was aus ihnen geworden ist.

Natürlich war da ein kleiner Graben, denn schließlich auch hat diese Klasse die wichtigen Jahre des Jugendlichseins ohne mich erlebt und so ihr eigenes gemeinschaftliches und jeder für sich sein individuelles Gedächtnis, in dem ich keine Rolle spiele.

Umso schöner war es zu erleben, wie herzlich ich aufgenommen wurde! Habt Dank Ihr alle, die Ihr freundlich ward und auch nachsichtig mit mir, wenn ich beim ersten Anblick nach 35 Jahren nicht gleich den richtigen Namen wusste oder gar selbst den nicht richtig ein- und zuordnen konnte. Mit alten Bildern und wohlgesonnen Hinweisen kamen auch längst vergessene Erinnerungen zurück. Jetzt habe ich wieder ein aktuelles Bild von jedem Einzelnen, wenn auch oft nur ein verschwommenes.

Meine Begriffe der Erinnerung waren noch recht kindlich, sind vielleicht am ehesten beschrieben mit artig oder ungezogen, lieb oder frech, freundlich aufgeschlossen oder zurückhaltend. Meine deutlichsten Bilder habe ich lieber für mich behalten, weil bei mir die Zeit sicher die Retuschepinsel kräftig geschwungen hat. Außerdem fand ich meine Ahnung bestätigt, dass dort längst neue Bilder auf die einst gemeinsame Leinwand der Erinnerung gemalt waren.

Interessant ist, wie sehr sich doch bei den Meisten schon in so frühen Jahren Charaktere und irgendwie auch Wege offensichtlich abzeichnen und vieles, was man heute erfährt, nicht überrascht. Andererseits gilt das auch nicht für jeden und die Abweichung vom „statistischen Mittel“ ist genauso die Regel, wie eben jenes selbst.

Ich bedaure, nicht mit jedem so ausführlich gesprochen zu haben, wie es der Person, der vergangenen Zeit und dem Ereignis angemessen gewesen wäre. Das holen wir sicher nach. Mit den Mitteln der modernen Kommunikation sind auch hunderte Kilometer Entfernung kein Hindernis mehr.

Für mich sind am Wochenende ein paar wertvolle Puzzleteile zum Selbstbild des eigenen Lebensweges dazu gekommen – und hoffentlich auch neue, alte, Kontakte und Beziehungen geknüpft. Darüber würde ich mich freuen! Seid herzlich willkommen!

Genug geschlampert…

Aufregende Tage liegen hinter mir, die wenig Zeit ließen, sich hier weiter zu äußern. Dehalb auch an dieser Stelle noch einmal meinen Dank für die vielen, vielen Geburtstagsgrüße, die mich erreicht haben. Ich habe mir fest vorgenommen, jedem Einzlnen zu schreiben und mich persönlich zu bedanken.

Nach Lage der Dinge kann ich dann denen, die zuletzt dran kommen, gleich Weihnachtsgrüße mitschicken… :-). Stand die Frage nach der Reihenfolge der Danksagungen – mit dem Ergebnis: Es gibt keine! Die persönlichen Nachrichten verteilen sich rein zufällig oder, falls es doch eine Reihe gibt, dann nach dem zeitlichen Eintreffen der Glückwünsche – wo das angebracht scheint, z.B. in meinem E-Mail-Postfach, bevor das Archiv dort alles verschluckt.

In einigen Bereichen, über die ich gern schreibe, gab es aber auch nicht viel zu berichten oder zu kommentieren zuletzt oder ich hätte mich unnötiger Weise wiederholen müssen.

Jetzt allerdings hat sich das erheblich geändert. Jeden Tag treffen neue Meldungen aus allen Teilen dieses Landes und der Welt und in deren ganzer Vielfalt ein – spannende, interessante, kuriose, bemerkenswerte.

Stoff gibt es also genug – und ich habe mir vorgenommen, mir die zeit zu nehmen und Euch wieder teilhaben zu lassen…

Nachtrag zu DJ, mal eben… nach der Veranstaltung

Disco - Party und Tanzen im Garbaty
Disco - Party und Tanzen im Garbaty
Disco - Party und Tanzen im Garbaty

Weil der letzte hier veröffentlichte Beitrag häufiger gelesen wurde, will ich auch noch eine kurze Retrospektive liefern:

Ich war hoffentlich (und nach meinem eigenen Eindruck) mehr recht als schlecht. Ein vernünftiges Urteil ist eigentlich nicht möglich, weil auf Grund der quasi nicht vorhandenen Werbung nicht sehr viele Gäste da waren. Die haben sich hoffentlich ein wenig amüsiert und beim nächsten Mal werden mit Sicherheit mehr Gäste das sein.

Das Konzept der Motto-Partys halte ich nachwievor für richtig! Was mir Wolfgang von der 70er-Jahre-Party schon berichtete, habe ich auch beobachtet: Die Gäste erinnern sich gern, erstaunt, überrascht an manch älteren Titel – und die z.T. enorme Bandbreite der Musikrichtungen, selbst bei rein deutschsprachiger Musik, sorgt für Abwechslung und auch dafür, dass unterschiedliche „Geschmacksrichtungen“ angesprochen werden. Da liegt es auch in der Natur der Sache, dass dem Einen dies mehr gefällt, einem Anderen Jenes. Das soll ja ausdrücklich auch so sein.

Ob eine stärkere Konzentration auf eine bestimmte Richtung wünschenswert ist, weiß ich noch gar nicht. Doch muss sich dazu die Veranstaltungsreihe ohnehin erst mehr etabliert haben.

Technisch wird es ein paar Änderungen geben. Die CD ist nicht mehr das Mittel der Zeit! Auch die sorgfältig zusammengestellte eigene CD lässt Flexibilität vermissen, die man heute von PC und mp3-Player kennt. Vom Aufwand des Brennens in Zeit und Material ganz abgesehen… Doch müssen für andere Lösungen natürlich auch erst einmal die technischen Voraussetzungen geschaffen werden.

Für mich war der Auftakt so ganz gut, denn ich konnte mich etwas eingewöhnen, ohne unter dem Druck zu stehen, ein wogendes Publikum zu dirigieren. Technik, Musikfluss, Ideen – all das muss erst wieder in Gang kommen – und ob es das wirklich muss, weiß ich noch gar nicht. Schön ist die Möglichkeit, dass man kurzfristig reagieren kann, eine Idee umsetzen, ohne, dass man erst einen DJ suchen muss. Andererseits bin ich eben nicht mehr der von vor 20 Jahren – da hat sich viel verändert…

Wenn Ihr wissen wollt, worum es im letzten Artikel ging, hier der Link: DJ! Mal eben… nach 20 Jahren! Party und Tanzen in Pankow – irgendwie wie damals…

Quellenangabe: Das Bild oben stammt von Waldemar Peter, veröffentlicht auf pixelio.de. Alle Rechte liegen dort!

DJ! Mal eben… nach 20 Jahren! Party und Tanzen in Pankow – irgendwie wie damals…

Disco - Party und Tanzen im Garbaty
Disco - Party und Tanzen in Pankow
Disco - Party und Tanzen in Pankow

20 Jahre ist es her, dass ich aktiv als DJ, Discjockey, Schallplattenunterhalter unterwegs war. Damals war die Tonband-Kassette noch das probate Mittel meiner Standeskollegen in Ost und die Schallplatte das der in West.

Heute steige ich wieder in den Ring – mal eben -, um meiner Schwester und dem neuen Garbaty in den frisch gefertigten Sattel zu helfen (neues Lokal, neuer Betreiber, überarbeitetes Programm).

Dabei ist nichts mehr, wie es mal war und aus der Zeit damals höre ich mich manchmal reden, wie dereinst als kleiner Junge meine Großväter vom Krieg.

Fast nichts ist mehr, wie es war – außer der Hauptsache, aber dazu weiter unten.

Tonbänder gibt es heute gar nicht mehr. Die Äquivalente heißen heute Festplatte und mp3 und sind rein körperlich merklich geschrumpft. Dafür ist die Qualität quasi unzerstörbar (wenn man weiß, damit umzugehen) – im Gegensatz zu Tonbändern, die schon mal als Salat im Abspielgerät einem die Laune und die Aufnahmen vermiesen konnten. Der Osten ist so lange Geschichte, wie die Tonbänder! Und die Generation derer, die heute so alt sind wie ich damals, wissen mit dem Einen (Tonbänder) so wenig anzufangen, wie mit dem Anderen (Osten).

Den Westen gibt es heute auch nicht mehr, wenngleich noch deutlicher vernehmbar, als der Osten. Und auch die Schallplatte ist aus dem Blickfeld der breiten Öffentlichkeit verschwunden – nur noch für eine bestimmte Art von DJ’s nach wie vor bzw. wieder das Non-plus-ultra. Ein „Beweis“ für die Überlegenheit des Systems – auf sehr subtile Art und Weise…

Zwischendurch habe ich mich höchstens mal bei einer Privat-Party überreden lassen, CD’s mitzubringen, um dort mit einem CD-Player in der Heimanlage mehr schlecht als recht für Unterhaltung zu sorgen. Kein dankbares Unterfangen… Und ein halbes Jahr als Salsa-DJ habe ich vor 2 Jahren einmal wöchentlich „aufgelegt“, auch um einer Veranstaltung in die Füße zu helfen – die Montags-Salsa-Party in Clärchens Ballhaus, die es immer noch gibt. Die wievielte Veranstaltung ist das jetzt eigentlich, der ich auf’s Pferd helfe?

Einmal habe ich leichtfertig für eine Hochzeit zugesagt, mich um die Musik zu kümmern. Ich dachte, ich solle CD’s mitbringen, wie so oft. Nein, ich hatte Verantwortung für das Ding, musste tatsächlich arbeiten und habe 14 Tage Blut und Wasser geschwitzt und unzähige Stunden vor dem „Plattenteller“ verbracht. Bei einer Hochzeit hast Du ja keine 2. Chance! Am Ende waren alle zufrieden. Es wurde vom ersten bis zum letzten Takt getanzt! Danke Jenna! Ohne Dich hätte ich das nicht geschafft!

Bei den privaten Partys ist es im Grunde, wie sonst auch – Du kannst eigentlich nur verlieren, es sei denn… Doch nicht alles anders!

Du hörst Dir die mal mehr und mal weniger sympathischen Reden an, die jeder „DJ“ auf derlei Parties immer hört, gleich, ob öffentlich als bezahlter DJ oder beim Kumpel zu hause. „Wunschmusik“ nennt man das; seit 30 Jahren das Gleiche – wahrscheinlich noch viel länger: Heute würde man vielleicht „Killer-Applikation“ dazu sagen, allerdings nicht immer mit positiver Attitüde (!):

Der zum Scheitern verurteilte Versuch, es jedem Recht zu machen. Da ist es, wie im richtigen Leben. Es wird Dir nicht gelingen und wer auch nur den Versuch unternimmt, wird am Ende nichts gewinnen. Du musst Dich für eine Linie, eine Richtung, entschieden und die dann gehen, es durchziehen!

Dem Volk auf Maul schauen, im lutherschen Sinne, das musst Du vorher erledigt haben! Das darf nicht mit Opportunismus verwechselt werden!

Und so habe ich auch diesmal wieder viele Stunden vor dem „Plattenteller“ und unterm Kopfhörer verbracht; gemixt, kopiert, getestet, gehört, gelesen, gesucht – wie damals, vor 20 – 30 Jahren. Dutzende CD’s, Radio- und Fernsehsendungen habe ich gehört und 10 Stunden neue Musik (die ich bisher nicht hatte und brauchte) zusammengestellt, damit ich heute abend keinen Schiffbruch erleide und die Leute (hoffentlich) Spaß haben!

Liebe Jana! Du ahnst wahrscheinlich noch nicht einmal, was für Arbeit hinter diesem Abenteuer steckt. Was tut man nicht alles…

Zum Glück ist das Thema musikalisch eingegrenzt. Es geht heute abend ausschließlich um deutsche Musik und ich hab mich dafür entschieden, das auch noch als deutschsprachig zu interpretieren. Das machte es wenigstens einigermaßen erträglich. Abwarten, was daraus wird.

Im Grunde ist das ein Dejavu. Nur ein Beispiel: Vor 30 Jahren habe ich als junger FDJ-ler in meiner Berufsschule die Klappe vollgenommen und gemeint, das „Kulturprogramm“ sei doch wohl mehr als kläglich! In der Folge schlug man mir symbolisch auf die Schulter und meinte: Na, Jugenfreund, dann mach das mal besser!

Ein konkretes Ergebnis war erst ein Frühlingsfest für einen 5000-Mann (eher Frau) – Betrieb (und ich glaube, um die 1000 Gäste, kann mich aber auch irren, ist schließlich lange her). Dazu kamen dann noch andere Jahreszeitenfeste, die bis zum Untergang der gesamten Organisation regelmäßig und mit Erfolg gefeiert wurden – im Weiteren ohne mein Zutun.

Hier, heute, habe ich auch gesagt, man müsste mal mehr in diese oder jene Richtung tun im Garbaty. In der Folge stehe ich heute abend als DJ an den Reglern… aus dem Jugenfreund ist aber inzwischen einer geworden, der in 2 Jahren aus der werberelevanten Zielgruppe der Demoskopen und Marktforscher rutscht.

Auch im Vorläufer des Garbaty habe ich schon (fast) legendäre Partys als DJ feiern dürfen… Genug der Geschichten!

Ich freue mich drauf! Wenn wir im Frühjahr 2012 einen Strich machen und der Freitag sich im neuen Garbaty als „Tanzabend“ mit unterschiedlichen Themen und Musikrichtungen qualifiziert hat, die Hütte voll ist, „der Himmel brennt“ und der Tanzboden glüht, hat sich alles gelohnt! Aber, bis dahin ist es noch ein Stück Arbeit!

Mehr Infos zur Party heute abend in diesem Artikel:

Garbaty Berlin-Pankow – Tanzen & Feiern nach deutschem Pop und Rock am 15. April 2011

Quellenangabe:

Quellenangabe: Das Bild oben stammt von Waldemar Peter, veröffentlicht auf pixelio.de. Alle Rechte liegen dort!

Am Aschermittwoch ist alles vorbei…

Die vielstrapazierte 5. Jahreszeit liegt hinter uns – und damit auch eine kleine Pause hier im Blog. Manchmal gibt es einfach nichts zu schreiben oder so viel, dass ich kaum vernünftige Gedanken zusammenhängend fassen kann, die ich hier für Euch niederschreiben könnte. Zudem brauche ich vielleicht manchmal eine kleine Pause bei diesem oder jenem, weil der Kopf dann soviel produziert, dass das Chaos darin kaum zu beherrschen ist. Mal wieder selbigen vom Wind frei pusten lassen, täte gut. Aber… 1. … und 2. … damit mag ich Euch nicht belästigen und auch mich nicht weiter.

Inzwischen kommt wieder Struktur ins Durcheinander und somit auch die Gelegenheit, hier mehr zu schreiben. Die vielen Dingen, die mir durch den Kopf schossen, hab ich mir aufgeschrieben, so dass nichts verloren geht. Vergossenem Wein hingegen, trinkt keiner mehr! Ist leicht abgewandelt und nicht von mir, weiß aber auch nicht von wem – der Urheber mag es mir verzeihen und/oder sich bei mir melden, damit ich ihn benennen kann :-). Solche Spitzen werden wir wohl künftig immer wieder lesen – auch wenn ich derlei Schauspiele, wie das dafür ursächliche gern verzichten mag und kann!

Ich freue mich jetzt mit Euch auf ein schönes Frühjahr und hoffe, dass zur Sonne auch die höheren Temperaturen noch kommen. Ganz bestimmt – wird nur langsam Zeit!

Genauso freue ich mich auf die Diskussionen hier mit Euch und möchte mal wieder Danke sagen, dafür dass Ihr mir immer die Treue haltet!

Euer Karsten

Zoff im Dschungelcamp bei RTL

Mich hat nur gewundert, dass die sich gestern im RTL Dschungelcamp nicht körperlich attackiert und die Köpfe eingeschlagen haben. Sarah K. Dingens bringt erst die versammelte B- und C- und D-Promi-Mannschaft gegen sich auf und holt dann zum großen Dschungel-Befreiungsschlag aus. Das war mir in Salsango eine extra Kommentar wert, dessen Inhalt ich hier aber nicht wiederholen möchte!

Schaut und urteilt selbst: bungle in the jungle – im Dschungel-Camp bei RTL offenbart sich der Charakter

Nachtrag Gorch Fock, Bundeswehr und zu Guttenberg

Durch die neuesten Meldungen, die Abberufung des Kommandanten der Gorch Fock und die von zu Guttenberg angekündigten Untersuchungen in der Bundeswehr, möchte ich noch etwas nachtragen zum Artikel Gorch Fock, zu Guttenberg, Wehrpflicht und Unbedarftheit.

Die Abberufung des Kommandanten der Gorch Fock ist eigentlich eine Selbstverständlichkeit gewesen – aber auch ein gutes Zeichen, dass zu Guttenberg hier öffentlich setzt. Man muss nur auspassen, nun nicht gleich den Buhmann in dem Herren auszumachen – obwohl der natürlich in besonderer Art und Weise Verantwortung für die Geschehnisse auf dem Schiff verantwortlich ist. Und wenn jetzt bekannt wird, das es in den letzten Jahren 4 solcher (oder ähnlicher) tödlicher Unfälle gegeben hat, dürfen schon Zweifel aufkommen, ob auf der Gorch Fock alles im Lot war. Allein die Anzahl der tragischen Fälle lässt das Gegenteil vermuten! Das ist nicht normal und atypisch. Für jede Truppe, erst recht für ein Segelschiff!

Genauso zu begrüßen sind die nun angekündigten Untersuchungen in der Bundeswehr, ob dort mit den Soldaten immer so umgegangen wird, wie es sein sollte, ob es nicht Rituale gibt, die sich einschleifen in so einer Truppe, jedoch gegen alle guten Sitten verstoßen. Die wird es geben, davon bin ich überzeugt und das darf uns dann nicht überraschen!

Allerdings wird man es bei den Untersuchungen und der eventuellen Ahndung von Fehlverhalten nicht belassen können und dürfen. Das Kriterium wird letztlich sein, was getan wird, um künftig derartige Verfehlungen aufzudecken. Das ist nämlich einmal die Frage nach entsprechenden Wegen, solche bekannt zu machen (schwierig genug) und die Frage danach, wie man innerhalb der Bundeswehr ein Klima schafft, das einerseits vertraulich ist und einem militärischen Verband angemessen, andererseits besonders eifrige Ausreißer rechzeitig einfängt.