„Onward“ Buch vom Starbucks-Mogul Howard Schultz

Onward - Buch von Starbucks-Mogul Howard Schultz
Onward - Buch von Starbucks-Mogul Howard Schultz

Ich muss mich bei Howard Schultz bedanken! Der Starbucks-Mogul hat mir mit seinem Buch „Onward: Wie Starbucks erfolgreich ums Überleben kämpfte, ohne seine Seele zu verlieren“ ein paar wunderbar inspirierende und wieder-die-augen-öffnende Stunden beschert.

Howard Schultz beschreibt in dem Buch tatsächlich das, was sein Untertitel verspricht! Erstaunlich offen beschreibt er erst seinen Weg zur Erkenntnis über den drohenden Niedergang, den der Veränderung und alsbald die Neu-Ausrichtung des Unternehmens.

Starbucks ist heute ein weltweit operierendes Unternehmen, das – vereinfacht dargestellt – mit einem Kaffeehaus begann, nachdem Howard Schultz auf einer Italienreise sich dazu animiert sah.

Heute kann man in fast jeder größeren Stadt dieses Planeten ins Stadtzentrum gehen – und bei Starbucks einen Kaffee oder eine Café Latte trinken, wie man das von zu hause kennt.

Gut, Kritiker mögen hier fragen: Will ich das überhaupt? Ist es nicht viel wichtiger, bei Reisen die lokalen Besonderheiten kennen zu lernen? Ja, diese Frage ist berechtigt! Aber auch kein Anlaß zur Kritik an Starbucks, will man sich nicht in die Tradition der Maschinenstürmer stellen.

Denn, das ist nicht der Ansatz und lokale Besonderheiten sollen in Starbucks-Coffee-Houses durchaus auch berücksichtigt werden – „ohne den Kern der Marke Starbucks zu verwässern“, wie Howard Schultz das ausdrückt.

Wer sich also allein daran reibt, sollte nur noch zu Fuß gehen – auch zum Einkauf bis zum nächsten Bauernhof, sich dort versichern, dass nur selbst erzeugte Samen und Jungtiere verwendet werden. Anrufen oder im Internet schauen geht nicht, denn auch hier sind wir „Sklaven“ der Internationalisierung.

Ich brauche das nicht weiter auszuführen, will aber bekennen, wie glücklich mich im Ausland der Anblick eines Starbucks-Logos schon gemacht hat, nachdem ich tagelang die örtlich übliche braune Brühe, die man dort als Kaffee bezeichnet, trinken musste.

Doch, dieses große, internationale, Thema ist gar nicht der Kern des Buches. Mehr eine Randglosse.

Im Gegenteil beschreibt der Autor, wie er ein börsennotiertes Unternehmen, das zu den größten Marken und Einzelhändlern zu zählen ist, herunterbricht bis auf die einzelne Tasse Kaffee und die, die ihn zubereiten und servieren – also auf die ursprüngliche Idee von Kaffee und Leuten und darauf, dass zuerst jedes einzelne Kaffeehaus (gut) funktionieren muss.

Das beginnt mit den eingesetzten „Rohstoffen“ oder Grund-Produkten, geht über die Fertigkeiten, Kenntnisse und Motivationen der Angestellten vor Ort und hört nicht mit der Verankerung des einzelnen Kaffeehauses in seinem sozialen Umfeld auf.

Die Liste wäre lang, wollte ich hier vollständig aufzählen, was Howard Schultz als essentiell für das Unternehmen, jeden Geschäftsbereich, jedes Kaffeehaus und jeden einzelnen Mitarbeiter ansieht.

Andererseits ist sie erstaunlich kompakt – nur eben hier in einem Artikel schwer darstellbar. Zudem ist alles im Buch beschrieben und z.B. auf der Webseite von Starbucks schon zusammengefasst. Schaut doch mal ins Unternehmensleitbild – oder in die Richtlininen für Mitarbeiter, die man dort online abrufen kann.

Ein Blick dorthin kann aber die Lektüre des Buches nicht ersetzen – nicht für die, die auf der Suche sind oder ihren Horizont erweitern mögen…

Die zuweilen recht amerikanische Art des Schreibens konnte ich dem Autoren wie dem Übersetzer nachsehen. Die stört nur, wenn man sich daran reiben will.

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