Restaurant-Empfehlung Monsieur Vuong

Eines meiner Lieblings-Restaurants schon seit einer ganzen Weile ist Monsieur Vuong in der Alten Schönhauser mitten in Berlin. Dort kann man so wunderbar Indonesisches und Vietnamesisches essen  – und auch trinken.

Leider gibt es auch hier eine traurige Nachricht: Monsieur Vuong ist nämlich kürzlich verstorben. Wird mir langsam unheimlich, die schiere Anzahl der Todesfälle in der letzten Zeit. Aber darum soll es nicht zuerst gehen. Vielmehr ist mir das Anlass zu dieser Restaurant-Empfehlung:

Wer das Monsieur Vuong noch nicht kennt, sollte unbedingt mal hin! Und wer als Tourist nach Berlin kommt, darf das nicht verpassen!

Besonders gefällt mir, dass die Aromen der verschiedenen Zutaten erhalten bleiben – weil teilweise auch gar nicht gekocht – und man die deshalb die einzelnen gut heraus schmeckt. Zu hause kann man das nachmachen – aber eigentlich nur theoretisch – oder wenn man einige Gäste zu bewirten hat, denn von vielen Zutaten wird nur ganz wenig gebraucht (Salate & Gemüse z.B.).

Wer nicht lange warten will, sollte (derzeit) möglichst vor 19.00 uhr da sein – oder dann so ab 21.30 uhr wieder. Dazwischen sind Wartezeiten fast garantiert – die den Wartenden aber nicht selten mit einem Tee o.ä. verkürzt werden.

Die Atmosphäre ist im Monsieur Vuong ist besonders. Das liegt natürlich am Laden selbst – aber auch an den Gästen. Im Laden geht es zu, wie in einem Taubenschlag. Ständig kommen und gehen Leute. Alles redet und unterhält sich. Zwischendurch rödeln die Saft- oder die Espressomaschinen. Dieser allgemeine Lärm stört aber irgendwie nicht. Nur ein Candle-Light-Dinner würde ich wahrscheinlich eher woanders hin verlegen.

Die Gäste kommen aus Berlin oder von irgendwo auf diesem Planeten, sind oft typische Großstadtpflanzen zwischen 25 und 55. Nicht wundern und gaffen, wenn plötzlich ein Promi neben Euch sitzt. Freundlich grüßen und weiter essen bzw. reden – machen alle Anderen ja auch :-).

Das Personal ist immer freundlich und zuvorkommend. Hab ich noch nie anders erlebt. Seid deshalb nicht so knausrig mit dem Trinkgeld!

Im Monsieur Vuong stürzt man übrigens nicht an den erst besten freien Platz. Bleibt 5 Sekunden am Eingang stehen, dann wird sich das eben erwähnte freundliche Personal um Euch kümmern, nach Platzierungswünschen fragen – und zum Platz begleiten, sobald was frei ist. Klappt immer und geht meist schnell. Einen Tee solange? Bitteschön!

Auf’s Essen muss man dann auch nicht lange warten, denn es wird aus verschiedenen frischen Zutaten zubereitet. Was gekocht werden muss, ist vorbereitet bzw. wird bei dem ständig wechselnden Publikum auch so viel nachgefragt, dass ständig größere Mengen davon aus der Küche gehen.

Die Karte ist sehr übersichtlich. Mehr wird aber auch nicht gebraucht. Empfehlen kann ich den Glasnudel-Salat. Echt lecker! Hat nur mit Salat, wie man ihn hier kennt, nicht soviel zu tun.

Aber eigentlich könnt Ihr die Karte auch weg lassen. Auf den Tafeln hinterm Tresen stehen die „Tages“gerichte – die oft die gleichen sind. Reis mit Hühnerfilet-Streifen – mein „Standard“-Essen. Da ist nichts falsch zu machen. Dann gibt es noch eine Suppe – schmeckt auch. Eine Vor- und eine Nachspeise. Mehr braucht es auch nicht!

Getrunken wird Tiger-Beer oder Saigon. Wer’s lieber ohne Alkohol mag, greift zu Ingwer-Tee oder anderen Teesorten mit ausschließlich frischen Zutaten. Die s.g. Smoothies (ich weiß gar nicht, ob die da so heißen) sind auch lecker und werden frisch gemacht – wie ein paar Cocktails dazu.

Lasst Euch Zeit und es Euch gut gehen. Besprecht alles, was es zu besprechen gibt. Dann aber nicht rumtrödeln :-). Drängeln wird niemand! Aber draußen warten garantiert schon wieder neue Gäste auf das leckere Essen.

Na, Appetit bekommen? Zu Recht!

Adresse:

Monsieur Vuong (Link zur Kartenansicht mit Routenberechnung)
Alte Schönhauser 46
10119 Berlin

geöffnet täglich von 12.00 – 24.00 Uhr

Das Restaurant macht in gewissem Umfang auch Catering. Einfach mal nachfragen!

Tische vorbestellen, geht übrigens nicht. Wir leben schließlich in einer modernen und sehr lebendigen Stadt. Das sollte auch so bleiben.