Der Zauberwürfel – wer erinnert sich nicht…

2. Juli 2010 | Von | Kategorie: Artikel der Woche

Ganze 30 Jahre ist es schon her, dass die Manie um den Zauberwürfel sich wie ein Nebel über Deutschland legte. Allerorten wurde “gewürftelt”, gedreht, getüftelt, gezweifelt, geflucht. Teenager mutierten zu Eremiten, wenn sie sich für Stunden mit ihren Zauberwürfeln in eine Ecke zurück zogen, besonders beliebt bei Familienfesten… Aber auch Erwachsene konnten sich dem Bann nicht entziehen und sogar der Spiegel schrieb darüber und veröffentlichte sogar eine Lösung. Jetzt hatte der Zauberwürfel “Geburtstag” – bei 350 Millionen verkauften Exemplaren!

Ich hab’s auch versucht, auch wenn ich nie eine Komplettlösung zustande brachte. Wenn mir die Erinnerung nicht die Vergangenheit rosarot färbt, habe ich es einmal bis auf ein Teil geschafft. Und ich kenne auch nur Zwei Leute persönlich, die den Zauberwürfel fertig lösen konnte – Stefan z.B., wenn ich mich recht erinnere. Stefan hat mich viele Jahre begleitet, in der Schule, in der Lehre und auch heute treffen wir uns immer mal wieder. In Mathematik war er immer besser, als ich! Dann gab’s da noch ein anderes Abstraktions-Genie. In der Zwischenzeit habe ich von Leuten erfahren, die nach Lösungsanleitungen alle Farben sortieren konnten. Aber das zählt nicht! Für mich wäre das auch nie in Frage gekommen!

Als ich die Meldung vom Zauberwürfel-Geburtstag gelesen habe und ein wenig recherchiert, war ich verwundert, dass es wohl immer noch Leute gibt, die diesem “Hobby” fröhnen. Es gibt etliche Rekorde, die Lösung zu schaffen: Zauberwürfel pur oder mit verbundenen Augen, Zauberwürfel beim Fallschirmspringen oder unter Wasser, Zauberwürfel mit einer Hand oder mit den Füßen – und allerhand weitere Rekorde. Dafür gibt es sogar eine Art Profi-Spielgerät…

Der Weltrekord liegt wohl bei knapp über 7 Sekunden! Nein, ich habe mich nicht verschrieben!

Wie bekannt, würden mir 7 Stunden nicht reichen, auch nicht 7 Tage. Vielleicht brächte ich es mittlerweile sogar fertig, aber ich will mich dieser schönen Erinnerung des Scheiterns nicht berauben. Man muss auch seine Grenzen kennen und etwas Demut gegenüber der Vielfalt dieser Welt tut auch ganz gut!

Wenn Ihr jetzt noch mehr lesen wollt, empfehle ich Euch ein Interview mit dem Erfinder Ernö Rubik - einem Ungarn übrigens – auf Spiegel.de. Die haben sogar eine ganze Themen-Seite mit mehr Artikeln und auch Lösungen.

Das angeblich letzte Rätsel soll die Zahl der notwendigen Züge aus einer beliebigen Ausgangsstellung sein. Ich kann das Rätsel lösen – nicht den Würfel, aber die Zahl ist glasklar: 21!



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