Bläck Fööss – 40 Jahre kölsche Tön

Bläck Fööss -  40 Jahre kölsche Tön
Bläck Fööss - 40 Jahre kölsche Tön

Die Bläck Fööss… Wer mich kennt, wird nicht wirklich überrascht sein, dass ich hier eine CD von den Bläck Fööss vorstelle und bewerbe. Allen Anderen will ich (und kann nun nicht mehr) meine (un-)heimliche Vorliebe für diesen Teil kölscher Lebens- und Mundart nicht vorenthalten.

Dazu gleich eine kleine Hilfestellung für Nicht-Rheinländer: „Bläck Fööss“ heißt nicht etwa „schwarze“ Füsse, wie man im anglo-germanischen Sprachraum vielleicht schnell assoziiert, sondern nackte bzw. „blanke“ Füsse – oder schlicht „barfuß“. Der Name ist, glaube ich, ursprünglich entstanden, weil man sich seinerzeit abheben wollte.

Wie auch immer. Am Beginn Ihrer Karriere sind die Bläck Fööss jedenfalls immer barfuß aufgetreten. Im Flower-Power-Main-Stream Anfang der 70er-Jahre dann vielleicht doch nicht so ungewöhnlich (im Nachhinein betrachtet). Was dann ursächlich war, diese „Autrittsform“ für den Namen oder anders herum, ist glaube ich, nach 40 Jahren nicht mehr wichtig…

Weil es draußen ziemlich kalt geworden ist und der Karneval langsam in so greifbare Nähe rückt, dass ich mir schon erste Gedanken über mein diesjähriges Kostüm mache, kam mir das Jubiläumskonzert der Bläck Fööss am vergangenen Samstag auf der Kölner Domplatte gerade recht.

Nä, wat war et schön! Manche Erinnerung ergriff Besitz von mir – und nicht nur fröhliche, aber in jedem Fall immer schöne.

Die passende CD gibt es schon ein paar Wochen. Alle Titel kann man auch einzeln als mp3 herunterladen. Also habt Ihr alle Freiheit.

Allerdings ist die CD – obwohl live – kein Mitschnitt vom Domplattenkonzert. Das ist aber vielleicht auch ganz gut so. Denn so ein Jubiläumskonzert folgt doch anderen „Gesetzen“, als sie für einen CD-Mitschnitt taugen, erst recht, wenn es live im Fernsehen übertragen wird. Aber, dank der mp3-Funktion könnt Ihr alle Lieder ja vorhören, bevor Ihr euch zum Kauf entschließt.

Fast das ganze Konzert kann man inzwischen bei youtube „nachhören“. Ich habe auf meinem youtube-Kanal eine eigene playlist Bläck Fööss angelegt. An der könnt Ihr Euch dann auch erquicken. Es kommt aber nur langsam Titel für Titel dazu. Ich muss das ja alles vorhören – und 150 Minuten Konzert von x Fans aufgenommen, das macht man nicht „so nebenbei“ – bzw. dauert es eben eine Weile.

Und, ganz ehrlich, jeden Tag kann ich die Bläck Fööss auch nicht hören. Ich muss das also ein wenig dosieren und in der richtigen Stimmung sein. sonst wird aus Lust schnell Frust.

Allen, die denken, die Bläck-Fööss seien eine Karnevals-Truppe, möchte ich hier noch einen kleinen Vorgeschmack mit auf den Weg geben. Nein, die „Fööss“ sind mehr, als nur Karneval. In Anbetracht der aktuellen Diskussionen sei nur als Beispiel an „Unser Stammbaum“ erinnert (Musik und Text: H. Knipp/ Bläck Fööss):

Ich wor ne stolze Römer, koom met Caesars Legion,
un ich ben ne Franzuus, koom mem Napoleon.
Ich ben Buur, Schreiner, Fescher, Bettler un Edelmann,
Sänger un Gaukler, su fing alles aan.

Refrain:
Su simmer all he hinjekumme, mir sprechen hück all dieselve Sprooch.
Mir han dodurch su vill jewonne. Mir sin wie mer sin, mir Jecke am Rhing.
Dat es jet, wo mer stolz drop sin.

Ich ben us Palermo, braat Spaghettis für üch met.
Un ich wor ne Pimock, hück laach ich met üch met.
Ich ben Grieche, Türke, Jude, Moslem un Buddhist,
mir all, mir sin nur Minsche, vür’m Herjott simmer glich

Refrain

De janze Welt, su süht et us, es bei uns he zo Besöök.
Minsche us alle Länder triff m’r he aan jeder Eck.
M’r gläuv, m’r es en Ankara, Tokio oder Madrid,
doch se schwade all wie mir un sööke he ihr Glöck.

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