Mit Polina Semionova im Botanischen Garten

Mit Polina Semionova und ihrem Bruder Dmitry
Mit Polina Semionova und ihrem Bruder Dmitry
Mit Polina Semionova und ihrem Bruder Dmitry

Gestern traf ich Polina Semionova im Botanischen Garten und hatte überhaupt einen schönen Tag dort. Was für eine Ehre!

Polina Semionova ist eine der besten Ballett-Tänzerinnen der Welt, tanzte fast 10 Jahre am Staatsballett Berlin und inzwischen fest in New York – ist aber immer wieder auch u.a. in Wien oder Zürich und bei anderen Gastauftritten zu sehen.

Anlass meines Besuches dort (im Botanischen Garten) war die Namengebung einer Pflanze, die seit gestern „Polina S“ heißt.

Um es nicht zu doppeln, verweise ich auf meinen Artikel in Salsango, in dem Ihr genauer nachlesen könnt, um was es ging:

Polina Semionova – Pflanze erhält Namen der bekannten Tänzerin

Und noch eine Empfehlung habe ich: Lest das Buch „Polina“!

Klassentreffen – oder: Die Reise in eine vergangene Zeit

Ich war zum Klassentreffen – zu einem der Klasse, die mich die ersten 6 Jahre meines schulischen Daseins begleitet, aufgenommen und geprägt hat. Für mich war es das Eintauchen in tief verborgene Erinnerungen und Erlebnisse. „Zurück zu den Wurzeln“ – trifft es auch und doch wieder nicht ganz, liegen doch viele prägende Momente in meinem Leben später. Das liegt in der Natur der Sache.

Es war schön, diese Menschen wiederzutreffen, mit denen ich mehr als 6 Jahre meines Kindseins verbracht habe. Es war auch spannend, zu erfahren, was die Lieben heute so antreibt, was sie erlebt haben und was aus ihnen geworden ist.

Natürlich war da ein kleiner Graben, denn schließlich auch hat diese Klasse die wichtigen Jahre des Jugendlichseins ohne mich erlebt und so ihr eigenes gemeinschaftliches und jeder für sich sein individuelles Gedächtnis, in dem ich keine Rolle spiele.

Umso schöner war es zu erleben, wie herzlich ich aufgenommen wurde! Habt Dank Ihr alle, die Ihr freundlich ward und auch nachsichtig mit mir, wenn ich beim ersten Anblick nach 35 Jahren nicht gleich den richtigen Namen wusste oder gar selbst den nicht richtig ein- und zuordnen konnte. Mit alten Bildern und wohlgesonnen Hinweisen kamen auch längst vergessene Erinnerungen zurück. Jetzt habe ich wieder ein aktuelles Bild von jedem Einzelnen, wenn auch oft nur ein verschwommenes.

Meine Begriffe der Erinnerung waren noch recht kindlich, sind vielleicht am ehesten beschrieben mit artig oder ungezogen, lieb oder frech, freundlich aufgeschlossen oder zurückhaltend. Meine deutlichsten Bilder habe ich lieber für mich behalten, weil bei mir die Zeit sicher die Retuschepinsel kräftig geschwungen hat. Außerdem fand ich meine Ahnung bestätigt, dass dort längst neue Bilder auf die einst gemeinsame Leinwand der Erinnerung gemalt waren.

Interessant ist, wie sehr sich doch bei den Meisten schon in so frühen Jahren Charaktere und irgendwie auch Wege offensichtlich abzeichnen und vieles, was man heute erfährt, nicht überrascht. Andererseits gilt das auch nicht für jeden und die Abweichung vom „statistischen Mittel“ ist genauso die Regel, wie eben jenes selbst.

Ich bedaure, nicht mit jedem so ausführlich gesprochen zu haben, wie es der Person, der vergangenen Zeit und dem Ereignis angemessen gewesen wäre. Das holen wir sicher nach. Mit den Mitteln der modernen Kommunikation sind auch hunderte Kilometer Entfernung kein Hindernis mehr.

Für mich sind am Wochenende ein paar wertvolle Puzzleteile zum Selbstbild des eigenen Lebensweges dazu gekommen – und hoffentlich auch neue, alte, Kontakte und Beziehungen geknüpft. Darüber würde ich mich freuen! Seid herzlich willkommen!

Servus! Peter Alexander

Ich war mir nicht sicher, ob ich dem am letzten Samstag verstorbenen Peter Alexander hier einen Artikel widmen sollte, lag doch die Hoch-Zeit des bekannten und beliebten Entertainers im Wesentlichen vor „meiner Zeit“. Nun will ich es doch tun, denn Peter Alexander war nicht nur außergewöhnlich erfolgreich, besonders im wieder aufstrebenden Nachkriegs-Deutschland der 1950er und 1960er-Jahre (im Wesentlichen, wenn auch in selteneren Shows, bis in die 80er-Jahre hinein), sondern er war auch ein außergewöhnlicher Mensch und mit seiner professionellen Einstellung und seinem Fleiß eine Ikone seines Faches.

Ich kann mich an kein böses Wort erinnern, dass über seine Lippen gekommen wäre und auch an keines über ihn – heute alles andere, als selbstverständlich!

Das aktive Leben des jungen Peter Alexander (geb. 1926) begann wenig positiv verheißungsvoll als Soldat im 2. Weltkrieg. So geriet er in Gefangenschaft und schon dort nutze er sein unterhaltsames Talent, um seine Zeit und die seiner Kameraden mit Kurzweil zu verbessern. Gleich nach seiner Rückkehr in seine Heimatstadt Wien studierte er Schauspiel am bis heute berühmten Max-Reinhard-Seminar.

Dann kam die große Zeit der Musik- und Revuefilme, in denen Peter Alexander einer der Stars war. Parallel wurden Platten aufgenommen und veröffentlicht. Mit der personalisierten Peter-Alexander-Show im Fernsehen feierte er als Entertainer und Showmasters des alten Schlages unzählige Erfolge. Vor allem dort konnte er auch sein komisches Talent mit zahlreichen Parodien ausleben. Daneben scheute er kein Duett mit anderen Größen seiner Zunft.

Peter Alexander tanzte, sang und scherzte in kaum vergleichbarer Weise – und war so einer der größten Unterhaltungskünstler seiner Zeit! Davor will ich mich tief verbeugen und Peter Alexander meinen Respekt bezeugen!

Beschäftigt man sich mit dem Menschen, findet man einen wahren Clown – der nie nur komische Seiten hat, sondern auch eine zerbrechliche, sensible Seele, die Teil und zugleich Quelle seines Schaffens war. Zudem war Peter Alexander außergewöhnlich fleißig und diszipliniert. So manchem heutigen „Kollegen“ der heutigen Spaß- und Eventgesellschaft wünsche ich ein bisschen Peter Alexander. Zweifellos darf er mit seiner Berufseinstellung bis heute als Vorbild gelten.

Nun ist der letzte Vorhang gefallen.

Servus, Peter Alexander!

Ulrich Wickert – Neues Buch Das achte Paradies und Gespräch im podcast

Ulrich Wickert - Das achte Paradies
Ulrich Wickert - Neues Buch Das achte Paradies
Ulrich Wickert - Neues Buch Das achte Paradies

Ulrich Wickert hat wieder ein neues Buch veröffentlicht – Das achte Paradies: Ein Fall für Jacques Ricou -, sein Kriminalroman Ein Richter in Paris ist im Paperback erschienen und auf hr 2 war eine bei Doppelkopf im Gespräch bei Ulrike Schneiberg. Gleich 3 Gründe, über den interessanten, weitgereisten, weltoffenen und weltgewandten Mann einen Artikel zu schreiben.

Ulrich Wickert begleitet viele von uns seit Jahren – ob als Korrespondent in den USA (die etwas Älteren), Leiter des ARD-Studios in Paris oder später als s.g. Mr. Tagesthemen, was ja wohl „Herr Tagesthemen“ heißen müsste, aber keiner sagt. Seit er dort vor ein paar Jahren den Dienst versagte, schreibt er Bücher – zumindest ist das die öffentliche Wahrnehmung von Herrn Wickert.

Da ging es schon um Moral, Ethik und Gesellschaftliches, z.B. in Der Ehrliche ist der Dumme oder Gauner muss man Gauner nennen. Außerdem schreibt er Kriminalromane.

Die spielen bei Ulrich Wickert in Frankreich und in denen gibt er neben der Krimi-Geschichte an sich ganz viel von seinen Innenansichten der französischen Gesellschaft preis. Das Ergebnis sind unterhaltsame Kriminalromane mit klar gezeichneten Charakteren und eben einem Schuss Society und Politik – im aktuellen Fall der kritische Blick auf das Frankreich des Nicolas Sarkozy samt berühmter und hübscher Neu-Gattin.

Anker und Titelheld in diesen Büchern ist immer Richter Jacques Ricou, eine Figur, in die Ulrich Wickert manches hineinschreibt, was er selbst gern ist oder wäre oder sich bei anderen wünscht oder von dem er meint, dass es gut wäre, wenn so einer so wäre. Das ist natürlich spannender und exzentrischer, als die Realität sein kann.

Auch darüber erzählt Ulrich Wickert in seinem Gespräch mit Ulrike Schneiberg, das ich Euch nur wärmstens empfehlen kann, denn dieser Mann ist etwas Besonderes, hat etwas zu sagen und tut das noch unterhaltsam und interessant.

Falls der Player bei Euch nicht direkt funktioniert, könnt Ihr den Podcast auch hier herunterladen:

http://mp3.podcast.hr-online.de/mp3/podcast/hr2_doppelkopf/hr2_doppelkopf_20101208.mp3

Mehr aktuelle Gespräche beim hr2 Doppelkopf findet Ihr, wenn Ihr diesem Link folgt.

Ich habe hier aber schon viele gespräche, auch von anderen interessanten Sendungen zusammengestellt. Dafür empfehle ich Euch meine Kategorie besondere Menschen (Link folgen).

Vom Ich zum Wir – von der Spaß- zurück zur Arbeitsgesellschaft – Horst Opaschowski

Wir! Warum Ichlinge keine Zukunft mehr haben - Horst W Opaschowski
Wir! Warum Ichlinge keine Zukunft mehr haben - Horst W Opaschowski
Wir! Warum Ichlinge keine Zukunft mehr haben - Horst W Opaschowski

Horst W. Opaschowski ist renommierter Freizeit- und Zukunftsforscher, auf den ich jüngst wieder durch sein neuestes Buch Wir! Warum Ichlinge keine Zukunft mehr haben aufmerksam wurde und dann konnte ich in dieser Woche eines der von mir so gern gehörten Radio-Interviews auf Bayern 2 in Eins zu Eins – Der Talk verfolgen. Ich erwähne das hier in der Reihe Besondere Menschen, weil ich denke, dass dieser Mann ein solcher ist und es sich lohnt, sich z.B. das eben erwähnte Buch zu kaufen und/oder das Interview zu hören (siehe Ende des Artikels).

Horst Opaschowski ist ein fleißiger Wissenschaftler, der nicht nur regelmäßig ein Buch pro Jahr veröffentlicht (von ihm geschätzt), sondern zudem ein Thema hat, das am Anfang seiner wissentschaftlichen Laufbahn gar nicht existierte – die Freizeitforschung – und inzwischen (aber in diesem Zusammenhang) mehr und mehr zur Zukunftsforschung wird bzw. geworden ist.

Es ist noch nicht lange her, da wurde allerorts die kommende Spaß- und Freizeitgesellschaft ausgerufen – mal bedauert, mal begrüßt, mal auch bitter kommentiert. Wer sich damit beschäftigte, sah sich selbst und alle anderen bald in einer 3-Tage-Woche, den Rest der Zeit bemüht, sie sinnvoll zu füllen. Schon davor forderten die Gewerkschaften die 35-Stunden-Woche – bei vollem Lohnausgleich, versteht sich. Das waren fast kommunistische Ideale zur Entfaltung der Persönlichkeit (schönen Gruß an Frau Lötzsch von den Linken), die da in unserer Phantasie waberten.

Nun, inzwischen ist aus Spaß wieder Ernst geworden (passt zwar auch zu den Linken, hat aber mit dem Mann gleichen Namens nichts zu tun). Das mit der 3-Tage-Woche war so falsch gar nicht, nur dass man heute davon ausgehen muss, dass eine zweite 3-Tage-Woche in einem anderen Job dazu kommt – womit wir vom Aufwand her fast wieder in der späten Industrialisierung gelandet wären, als man Samstags noch wie selbstverständlich arbeiten ging. Freilich ändern sich die Dinge dann doch, denn Freizeit und Beruf vermischen sich immer stärker.

Prof. Opaschowski meint, auch in anderer Hinsicht könnten wir bald wieder in Verhältnisse aus dieser Zeit zurück kehren (müssen). Nämlich z.B., dass man die Nachbarn wieder mit Vornamen kennt, dass Familie und lebenslange Freunde wieder einen größeren Stellenwert erlangen, als das zwischenzeitlich in der ach so schnelllebigen, mobilen, modernen Zeit wichtig zu sein schien. Da freue ich mich ein wenig, dass ich diese Entwicklung auch schon längere Zeit wünsche und der Meinung war bzw. bin, dass es anders gar nicht gehen wird. Schön, wenn das jetzt von so prominenter Stelle bestätigt wird.

Die Themen und Thesen des Herrn Opaschowski werden mich sicher noch häufiger hier beschäftigen. Für heute: Lest, was er geschrieben hat oder hört, was er zu sagen hat!

Wie immer an dieser Stelle: Wenn der Player bei Euch aus irgendeinem Grund nicht funktionieren sollte, findet ihr die Gespräche von Eins zu Eins auf Bayern 2 auch, wenn Ihr auf den Link klickt. Das Gespräch führte Achim Bogdan am 5. Januar 2011.

Übrigens hat Prof. Opaschowski auch eine eigene Homepage. Hier der Link, für alle, die es interessiert.

Giovanni Di Lorenzo – Wofür stehst Du? Buch, Person und interessante Gespräche

Giovanni die Lorenzo - Wofür stehst Du
Giovanni die Lorenzo - Wofür stehst Du
Giovanni die Lorenzo - Wofür stehst Du

Wofür stehst Du? Was in unserem Leben wichtig ist. Eine Suche – heißt ein neues Buch von Giovanni die Lozenzo, das mich hat neugierig werden lassen auf diesen Menschen, der freitags bei 3 nach 9, der legendären Talk-Show, sich oft durch seine gefühlvolle, leise Art vom lauten Mediengeschäft anhebt, der Chefredakteur der Zeit ist und ein besonders vertrautes Verhältnis zu Helmut Schmidt zu haben scheint, so behutsam, wie die beiden miteinander umgehen. Ein Ergebnis dieses Verhältnisses ist ja auch u.a. das Buch Auf eine Zigarette mit Helmut Schmidt. Das neue Buch Wonach suchst Du… hat er nun gemeinsam mit Axel Hacke herausgebracht.

Als „Gesicht“ ist mir Giovanni di Lorenzo lange bekannt als Talkshow-Gastgeber von 3 nach 9. Wenn ich ehrlich bin, war er dort für mich aber mehr der Kollege an der Seite von Amelie Fried, die immer eine besondere Art von Anziehung auf mich ausübte, weil sie so angenehm anders ist, als andere und anders als der Typ Frauen, der mich sonst anspricht – und dennoch hat sie mich mit ihrem messerscharfen Verstand und oft ebensolchen Formulierungen immer wieder beeindruckt und neugierig sein lassen auf das, was sie sonst tut.

Erst als Giovanni die Lorenzo 1999 als Chefredakteur zum Tagesspiegel ging, habe ich ihn auch als schreibenden Journalisten wahrgenommen. Dort bleib er bis 2004 und ging dann zur Zeit, wo er bis heute ist. In beiden Blättern hat er vieles verändert und sie aus dem Staub der 70er- und 80er-Jahre geholt. Das hat beeindruckt, ist das doch ein ein schwieriges, kompliziertes Unterfangen, auf das ich hier aber nicht weiter eingehen will.

Nun also dieses Buch mit dem medienuntauglichen Titel: Wofür stehst Du? Was in unserem Leben wichtig ist. Eine Suche – von Giovanni die Lorenzo und Axel Hacke

Der Titel sprengt jede Artikelüberschrift und der s.g. Teaser ist bei einigen Publikationen dann auch schon voll. Aber vielleicht ist genau das eben (auch) Giovanni die Lorenzo, der sich als Medienprofi ja der Bedeutung eines Titels und auch seiner Verwertungsmöglichkeiten bewusst ist.

Di Lorenzo ist eben nicht (nur und vordergründig) einfach, nicht plakativ, sondern hat ganz viele Facetten. Damit ist er allerdings nicht allein, sondern durchaus Spiegelbild seiner Generation – was wir ggw. überall beobachten können und beschrieben finden (siehe z.B. auch den Artikel über Harald Martenstein).

Diese Generation ist z.B. politisch nicht nur links oder konservativ. Sie ist auch nicht nur Arbeit, sondern definiert sich genauso über das, was in der „Freizeit“ gemacht wird. Und selbst Freizeit ist nicht nur solche, sondern oft auch Arbeit, eine Andere. Wie die Familie, zu der diese Generation ein besonders distanziertes Verhältnis hat – einerseits, andererseits aber eben genau diese Familie letztlich als Verantwortungs- und auch Rückzugsbereich erlebt, wie auch als Kokon, der in sich geschlossen bleibt und Kraft gibt oder Gelegenheit, sich fallen zu lassen oder sich bei Bedarf auch öffnet und (fast) jedermann willkommen heißt.

Das sind solche Fragen, mit denen sich Axel Hacke und Giovanni di Lorenzo in dem Buch Wofür stehst Du… beschäftigen und dabei auch interessante Einblicke in ihr Leben gewähren.

In der Beschäftigung mit dem Journalisten und Autoren bin ich auf 2 interessante Interviews gestoßen, die ich Euch empfehle, anzuhören. Ihaltlich ähneln sich beide Interviews, wobei das Eine mehr boulevaresk ist, das Andere etwas tiefer geht. Ich kann gar nicht sagen, man erfährt hier mehr von ihm als dort – dafür ist der Ansatz zu verschieden. Wer genug Zeit hat, sollte beide hören. Wer sich entscheiden will, nimmt das Obere für die etwas buntere Welt des Giovanni di Lozenzo und das Untere für die ruhigere.

Beide Interviews wurden im Oktober 2010 geführt, innerhalb einer Woche.

Hier das Interview bei Bayern 3 mit Moderator Thorsten Otto:

Hier das Interview bei Bayern 2 – Eins zu Eins. Der Talk – mit Moderator Achim Bogdahn:

Bei wem der Media-Player hier nicht angezeigt wird oder nicht funktioniert, der kann sich die Interviews über diesen Link auch in den eigenen Player holen oder downloaden, Reihenfolge, wie oben:

http://gffstream.vo.llnwd.net/o16/br/mir-live/bw1XsLzS/bLQH/bLOliLioMXZhiKT1/iLCpbHJG/uwQtsKFCuwJC/_2rc_U1S/_AES/_-vc571S/uLoXb69zbX06/101017_0900_Stars–Hits_Giovanni-di-Lorenzo-Journalist.mp3

http://cdn-storage.br.de/mir-live/bw1XsLzS/bLQH/bLOliLioMXZhiKT1/iLCpbHJG/uwQtsKFCuwJC/_2rc_U1S/_AES/_-kd5U1S/uLoXb69zbX06/101013_1605_Eins-zu-Eins-Der-Talk_Giovanni-di-Lorenzo-Journalist-und-Chefreda.mp3

Harald Martenstein – ein interessanter Zeit-Genosse im Interview – Buch: Gefühlte Nähe

Gefühlte Nähe - Harald Martenstein
Gefühlte Nähe - Harald Martenstein
Gefühlte Nähe - Harald Martenstein

Harald Martenstein ist Journalist, Kolumnist und inzwischen auch Buchautor (hier sein neuestes Buch Gefühlte Nähe). Seit 9 Jahren schreibt er Kolumnen u.a. in der Zeit. Und in seiner späteren Jugend oder dem jungen Erwachsensein war er, wie viele von uns, auch eher revolutionär-marxistisch geprägt – was alles zusammen u.a. den Titel dieses Artikel erklärt. Dem Bayerischen Rundfunk stand er jetzt in der von mir gemochten Talk-Reihe „Eins zu Eins“ zum Interview.

In seinen Kolumnen macht sich Harald Martenstein Gedanken über die Welt, oft auf pointierte Weise, manchmal nachdenklich oder leidenschaftlich – ganz so, wie das Leben eben spielt. So wird man ein wenig Zeuge seiner Wahrnehmung. Für dieses Schaffen wurde Harald Martenstein mehrfach ausgezeichnet und oft gelobt.

Seine politischen Ansichten haben sich gewandelt, mit der Zeit und repräsentieren heute wohl genauso einen Trend, wie damals. Ich kenne das von mir und vielen meiner Mitmenschen, mit denen ich mich austausche. Es gibt nicht nur Schwarz und Weiß (oder besser: Rot). Das meint auch nicht, dass Gelb und Grün die politische Farbenlehre mitbestimmen. Nein! Vielmehr schlägt man sich nicht mehr auf die eine oder die andere Seite, sondern betrachtet kritisch und findet seine eigene Wahrheit – die dann mal hier und mal dort liegt. 

Ein ganz ähnliches Phänomen beschreibt Harals Martenstein in seinem neuestem buch. nur geht es da nicht um Politik, sondern um Liebe und Beziehungen. In dem Buch begleitet er eine Frau durch die Wirrnisse ihrer Liebesbeziehungen – aus sicht der Männer. ein interessanter Ansatz!

Ich dachte, es sei mal wieder Zeit, ein solches Interview auch hier zu veröffentlichen, nachdem ich mich eine Weile damit zurück gehalten hatte. Ich habe so viele schöne (interessante) Interviews gesammelt, dass der „Stoff“ wieder eine Weile für uns hier reicht. Freut Euch darauf!

Nun will ich den Inhalt des Interviews hier nicht wiedergeben, Euch statt dessen hier noch auf den Autoren Harald Martenstein aufmerksam machen. Im Sommer hat Harald martenstein sein zweites Belletristik-Buch veröffentlicht: Gefühlte Nähe. Auch darüber erfährt man mehr im Interview.

Empfehlenswert sind u.U. auch seine Kolumnensammlungen, von denen ich hier nur eine als Tipp online stellen kann, weil der Platz begrenzt ist. Wie immer findet Ihr die anderen bücher von ihm, wenn Ihr auf einen der Links hier klickt als „ähnliche bücher“ oder Empfehlungen.

Sicher kann man angesichts des bevorstehenden Weihnachtsfestes eines der Bücher auch als Weihnachtsgeschenk nutzen und hat dabei sogar die Wahl, je nachdem, welchen Lesetyp man beschenken will.

Bei wem der Windows Media Player hier nicht funktioniert, kann auch den folgenden Link aufrufen und so seinen eigenen Player starten:

Interview des Bayerischen Rundfunks mit Harald Martenstein

Und hier der Vollständigkeit halber noch der Link zur Eins-zu-Eins-Seite vom BR:

Eine typisch ostdeutsche Nach-DDR-Geschichte um eine Zeitung und die Menschen

Mal wieder eine meiner Jogging-Runden durch die Schönholzer Heide… Im s.g. „Teaser“ des Hessischen Rundfunks ist davon die Rede, hier würde der Mann sprechen, der der SED in den wirren Monaten 1989/1990 eine Bezirkszeitung „geklaut“ und daraus eine der erfolgreichsten Regionalzeitungen gemacht hätte. Die Rede ist von Sergej Lochthofen, der bei hr2 am Mikrofon bei Florian Schwinn saß, und der Thüringer Allgemeine, die heute wohl zu den erfolgreichsten Regionalzeitungen gehört.

Weiter steht dort, Sergej Lochthofen hätte damit Geschichte geschrieben. Und damit wird es dann endgültig schwammig, denn was dort passierte und was Sergej Lochthofen beschreibt, ist damals hundert-, wahrscheinlich tausendfach passiert. Nicht so, nicht mit einer Zeitung – so viele gab es ja nicht – damals, wie heute. Aber so in der Art, denn das ist eine ganz typische ostdeutsche Geschichte aus den Monaten, als aus dem Gebiet der DDR wieder ein Teil Deutschlands wurde.

Und weil das Interview auch aktuelle Bezüge hat, ist die Geschichte auch eine der Jahre danach bis heute, wo die damals geschaffenen Fakten langsam aus unserem Leben verschwinden und Manches korrigiert wird, was damals auf nicht „normalem“ Weg installiert wurde.

Hintergrund ist, dass Sergej Lochthofen jetzt in einer für ihn etwas unklaren Situation als Chefredakteur dieser Zeitung abgelöst wurde – und mit ihm seine Frau, die ebenfalls in der Leitung der Zeitung gearbeitet hat.

Darüber beklagt er sich nach meinem Geschmack einen Deut zu oft – und vergisst, dass er in auch in unklarer Situation zu dem wurde, was er dann 20 Jahre lang war. Er vergisst auch, dass 20 Jahre vielleicht schon ein paar zu viele sind für den Chefredakteur einer Zeitung? Und außerdem, dass selbst bei bester Reputation der Beteiligten es nie gut ist, wenn ein Ehepaar in einem fremdgeführten Unternehmen arbeitet, noch dazu beide in der zentralen Führungebene? Da bleibt immer ein „Beigeschmack“, ob berechtigt oder nicht. In 20 Jahren wäre genug Zeit gewesen, dass ordentlich und vernünftig zu korrigieren, was das Ehepaar aber wohl nicht erkannt hat. Nun ist es doppelt bitter.

C‘ est la vie – oder wie sagt der Franzose?

Trotzdem ist das Interview interessant und auch die Geschichten, die Florian Schwinn Sergej Lochthofen erzählen lässt. Entlocken muss er sie ihm nicht, denn der Interviewpartner hat ein Sendungsbedürfnis und -bewusstsein… Eine kurzweilige Joggingrunde.

Hier die Datei zum Download:
http://mp3.podcast.hr-online.de/mp3/podcast/hr2_doppelkopf/hr2_doppelkopf_20100611.mp3

Zwei Hinweise noch: Ich habe keinen Einfluss darauf, wie lange der Podcast bei hr 1 zur Verfügung steht! Alle Rechte liegen natürlich bei hr 2.

Martin Rütter – Gespräch mit dem Hunde-Profi und mein Verhältnis zu Tieren

Martin Rütter ist der „Hunde-Profi„, „Hunde-Versteher„, „Menschen-Flüsterer„, wenn es um ihre Beziehung zu Hunden geht, oder wie man ihn sonst nennen mag. Nur „Hunde-Flüsterer“ möchte er nicht genannt werden, weil er meint, er flüstere den Hunden ja nichts ein, sondern arbeite vor allem an den Menschen und ihren Beziehungen zum lieben Vieh – äh… Hund.

Wer mich kennt, weiß, dass ich Tiere mag! Dennoch würde es mir nicht in den Sinn kommen, mir einen Hund anzuschaffen. Gegenwärtig zumindest nicht, wo ein Hund ein buchstäbliches Hundeleben führen, den ganzen Tag in der Wohnung herumhängen und traurig auf’s Herrchen warten müsste. Das (ich) hätte viel zu wenig Zeit und in meiner momentanen Lebenssituation auch viel zu wenig Nerv, mich so um den Hund zu kümmern, wie es notwendig und auch „artgerecht“ wäre. Und soweit, dass ich mir einen Hund als Begleiter in täglichen Lebenssituationen wähle, bin ich (noch?) nicht. Da wäre (ist) mir eine Familie dann doch lieber, auch wenn da z.Z. noch mindestens ein wesentlicher Baustein fehlt – nein, nicht der Hund 🙂

Auch andere Tiere kommen ggw. nicht in Frage, sieht man von dem täglich vorbeischauenden Elster-Pärchen auf meinem Balkon ab – und von den vielen tausend Unbekannten zwischen Teppich und Bettlaken, die aber unsichtbar sind und bleiben und auch sonst in keiner Weise mit mir kommunizieren oder meiner Zuwendung bedürften.

Am Samstagvorabend (alternativ am Sonntagmorgen) hält der Fernsehsender Vox regelmäßig Ratgeber-Sendungen für Tierhalter außerhalb der beruflichen Orientierung (Bauer) bereit und wenn Martin Rütter da auftaucht, wird’s auch mal lustig. Auf recht unterhaltsame Weise schildert er die Untiefen zwischen Mensch und Hund und gibt wichtige Navigations-Tipps, wie man eben jene gekonnt umschifft.

Mittlerweile ist Martin Rütter sogar als Bühnen-Akteur unterwegs. Im Stile ausgewiesener z.B. Komödianten (Comedians) bereitet er zwischen 1000 und 2000 Besuchern einen vergnüglichen Abend. Seine aktuelle Tour führt ihn durch quasi ganz Deutschland. Ich war noch nicht da, zähle mich aber zu den von ihm geschätzten 20-25% der Leute, die ihm Lauschen, aber selbst gar keinen Hund haben.

Hier ein Link, falls Ihr Tickets für Martin Rütter buchen wollt.

Und es gibt erstaunlich viele Hunde-Trainings- oder Versteh-Bücher oder sogar DVD’s, die ich hier gar nicht alle aufzählen könnte. Deshalb nur 2 Beispiele. Wenn Ihr da drauf klickt, findet Ihr auch die vielen anderen Publikationen… 

Weil ich für meine morgendlichen Jogging-Runden immer auf der Suche nach unterhaltsamen oder interessanten Themen, Gesprächen oder Hörbüchern bin, ist der Hessische Rundfunk mit seinen hr 1 – Talkrunden eine fest gespeicherte Adresse in meinen Browser-Favoriten. Soi entdeckte ich, nachdem ich eine Weile vornehmlich bei Bayerischen Rundfunk unterwegs war, nun ein Gespräch von Moderator Marco Schreyl mit -eben- Martin Rütter. Flugs auf Handy geladen und ab in den Park. Die Stunde verging, wie im Flug!

Davon könnt Ihr gern profitieren! Hier das Gespräch von Marco Schreyl mit Martin Rütter im hr-1-Talk. Ihr habt 2 Möglichkeiten: Entweder Ihr klickt einfach im Player auf den Play-Button und schon geht es los. Alternativ, wenn Ihr Euch den Podcast lieber herunterladen wollt, müsst Ihr den Link zur Datei unter dem Player nutzen.

Hier die Datei zum Download:
http://mp3.podcast.hr-online.de/mp3/podcast/hr1_talk/hr1_talk_20100509.mp3

Zwei Hinweise noch: Ich habe keinen Einfluss darauf, wie lange der Podcast bei hr 1 zur Verfügung steht! Alle Rechte liegen natürlich bei hr 1.

Erol Sander beim Joggen

Gestern bin ich endlich mal wieder gejoggt – und bin Erol Sander begegnet – und habe ein wenig von dem Mann kennengelernt, der hinter dem Fernseh-Gesicht zwischen Klinik-Doktor und sympathischen Frauen-den-Kopf-Verdreher steckt.

🙂 – Nein, ich hab Euch auf eine falsche Fährte gelockt. Zwar treffe ich beim Joggen immer mal ein bekanntes Gesicht, aber Erol Sander hat mit nur via mp3-Interview auf meinen Kopfhörern begleitet. Aber interessant war’s dennoch…

Erol Sander war mal ein gefragtes Model und hat mit vielen bekannten Modedesignern gearbeitet, bevor er sich der Schauspielerei verschrieb. Wusste ich gar nicht. Sollte vielleicht doch mehr „Neue Post“, „Bunte“ etc. lesen? Sind Schauspieler nicht sehr oft viel zu klein, um jemals auf einen Laufsteg zu kommen – es sei denn, sie wären dann berühmt genug? Oder im Umkehrschluß – ist ein Model nicht viel zu groß für die meisten Filmproduktionen, weil diese Person dann die mitspielenden körperlich überragt, was zu unschönen Bildern im Fernseher führt? Naja, muss ja irgendwie gehen, denn erfolgreich ist Erol Sander heute als Schauspieler.

Aber um die Model-Karriere geht es nicht vornehmlich in dem Gespräch. Vielmehr geht es Familie – um die Eltern, seine Zeit in einer Klosterschule (als gebürtiger Türke!), sein Verständnis als Vater – und manches mehr. Will ja nicht alles verraten!

Ich verspreche nicht: Das muss man gehört haben! Aber wenn Ihr ein paar Minuten habt… Interessant ist es schon:

Gespräch mit Erol Sander im Bayerischen Rundfunk 

PS für die, die mit der Technik nicht so vertraut sind: Auf den Link klicken und es öffnet sich ein Fenster mit Eurem Media-Player. Oder mit „Speichern unter“ das Ganze auf den eigenen Computer, mp3-Player speichern.